Waxen, Bleichen, Lasern?

5 Tipps, die wirklich bei Damenbart helfen

Etwa vier Millionen Frauen in Deutschland kennen das Problem: Ihnen wachsen vermehrt Haare an Stellen im Gesicht. „Hirsutismus“ heißt der Fachbegriff für typisch männliche Behaarung bei Frauen. Im Volksmund spricht man schlicht vom Damenbart. Den kann man auch loswerden. STYLEBOOK verrät die fünf besten Methoden.

Damenbart
Nicht gefährlich, aber was tun, wenn man die Härchen über der Lippe weghaben will?
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Warum wächst Frauen ein Bart?

5 Tipps gegen den Damenbart

Wir haben uns bei der Kölner Dermatologin Dr. Uta Schlossberger informiert und verraten, wie Sie die lästigen Härchen langfristig loswerden können.

 

1. Warmwachs

Diese Methode folgt dem Prinzip „Wer schön sein will, muss leiden“: Eine heiße Wachsschicht (Alternative: Zuckerpaste) wird auf die Oberlippe aufgetragen, bis sie fest geworden ist, und dann mit einem schnellen Ruck abgezogen. Man spürt jedes einzelne Haar, das samt Wurzel entfernt wird – dafür hält das Ergebnis etwa vier Wochen lang. Ein Besuch bei der Kosmetikerin (ca. 20 Euro) lohnt sich also. Ab circa zehn Euro bekommt man Warmwachs-Sets auch in der Drogerie. Doch Vorsicht: Zu heiß angewendet droht Verbrennungsgefahr, warnt Frau Dr. Schlossberger. Und weiter: „Außerdem kann unsauberes Arbeiten zu starken Entzündungen führen.“ Nachteil beim Waxing generell: Damit es richtig funktioniert, müssen die Haare zuvor mindestens drei Millimeter lang gewachsen sein.

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2. Bleichen

Auf den ersten Blick überwiegen die Vorteile: Bleaching ist schmerzfrei, günstig und schnell erledigt. Plus: kein stoppeliges Nachwachsen! Behandlungen gibt’s ab ca. zehn Euro im Kosmetikstudio oder beim Friseur. Aufheller zum Selbermachen kosten in der Drogerie circa acht Euro. Die Nachteile: Man sieht ihn zwar nicht mehr, spüren kann man den Damenbart aber noch immer. Darüber hinaus kann die Bleichcreme die Haut irritieren, was die Blicke in den ersten Tagen nach der Behandlung erst Recht auf die vermeintliche Problemzone lenkt. Um dieses Problem zu vermeiden, sollte das Produkt an einer unauffälligen Stelle auf eine mögliche allergische Reaktion hin getestet werden. Und ganz wichtig: „Niemals auf entzündeter Haut anwenden, sonst könnten Narben entstehen“, warnt Hautärztin Schlossberger.

3. Threading

Diese schnelle und preiswerte Methode gilt aktuell als letzter Schrei in Sachen Haarentfernung. Threading geht auf eine uralte orientalisch-osmanische Tradition zurück; mittlerweile wird die Anwendung aber auch in vielen Kosmetikstudios in Deutschland angeboten (ab circa acht Euro). Und so funktioniert’s: Ein dünner Faden wird doppelt gelegt und zu einer kleinen Schlaufe verknotet. Dann wird er mit Daumen und Zeigefinger über der betreffenden Stelle so schnell gedreht, dass sich die Haare dazwischen verfangen und gegen die Wuchsrichtung samt Wurzel herausgezogen werden. Klingt kompliziert? Ist es auch! Selber machen ist so gut wie unmöglich, unbedingt vom Profi machen lassen. Das glatte Ergebnis hält bis zu vier Wochen.

Threading

„Threading“ ist eine besonders effektive Variante der Gesichtshaarentfernung
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4. Laser

„Das Gerät sendet Licht in einer bestimmten Wellenlänge aus, das die Keimzellen der Haarwurzeln zerstört“, erklärt Dr. Schlossberger. Im Gegensatz zu anderen Enthaarungsmethoden verspricht diese ein dauerhaftes Ergebnis. Dafür ist die Prozedur langwierig und kostenintensiv: So können bis zu zehn Sitzungen (à ca. 50 Euro) nötig sein, um den Damenbart endgültig zu beseitigen. Je stärker der Kontrast zwischen Haar- und Hautfarbe, desto zufriedenstellender das Ergebnis. Heißt: Bei dunkelhaarigen Frauen klappt’s besser! Helle Typen sind mit ihrer empfindlicheren Haut außerdem anfälliger für Narbenbildung und Pigmentveränderungen.

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5. Rasieren

Der Griff zum Rasierer ist zwar eine schmerzfreie und schnelle Lösung – lohnt sich auf Dauer aber nicht. Im Gegenteil! „Die Haarwurzel wird nicht entfernt, das Ergebnis hält daher nur kurzfristig“, weiß die Dermatologin. Die Haare wachsen schnell und stoppelig nach, vor allem brünette und schwarzhaarige Frauen werden an der betreffenden Stelle schon am nächsten Tag einen dunklen Schatten wahrnehmen. Dr. Schlossberger gibt außerdem zu bedenken, dass eingewachsene Haare zu Infektionen führen können. Und brennende Pickelchen über der Lippe sind am Ende nicht wirklich die bessere Wahl gegenüber einem Damenbart.