„Fifty Shades of Grey“-Autorin E. L. James
Mega-Shitstorm auf Twitter

Eigentlich sollte „Fifty Shades of Grey“-Autorin E. L. James (52) auf Twitter die Fragen ihrer Anhänger beantworten. Doch unter dem Hashtag #AskELJames meldeten sich etliche Kritiker zu Wort.

Für ihr neues Buch „Grey“ erntet Autorin E. L. James erneut heftige Kritik. Immerhin erzählt es die gleiche Geschichte wie „Fifty Shades of Grey“ – und die romantisiere in den Augen vieler Kritiker Stalking und Missbrauch. Das bekam die Britin nun bei der Twitter-Fan-Aktion zu spüren.

  • Autorin E. L. James

    Foto: Getty Images

    Höchst erfolgreich: Mit ihren Romanen hat E. L. James über 50 Millionen Euro verdient

Missbrauch ist nicht sexy
„Wissen Sie, was Einverständnis bedeutet? Und was Missbrauch? Sehr wichtige Fragen, bitte um Antwort“, so einer der Tweets an E. L. James. Immer wieder war „Fifty Shades of Grey“ dafür kritisiert worden, Missbrauch zu verherrlichen. Eigentlich nämlich sollten Sado-Maso-Praktiken auf Freiwilligkeit beruhen, die Romanfigur Christian Grey hingegen übe psychische und körperliche Gewalt aus, um die unsichere Anastasia Steele von sich zu überzeugen.

Bei #AskELJames bekam die Autorin den Zorn der Kritiker ab: „Wie fühlt es sich an, Millionen von Frauen zu suggerieren, dass es in Ordnung ist, in einer von Missbrauch geprägten Beziehung zu sein, solange der Mann reich und gutaussehend ist?“ – so nur eine von vielen echauffierten Wortmeldungen,...

..., eine andere: „Wenn ich ein Mädchen stalke und ihr per GPS folge, heißt das, dass ich sie liebe?“ Ein User führte die „Fifty Shades of Grey“-Schreiberin regelrecht vor: „Wirken all diese negativen Kommentare auf Sie beleidigend? Ich finde sie romantisch genug, um daraus einen Roman zu machen.“ 

Und nicht nur der Inhalt ihrer Bücher wurde E. L. James zum Verhängnis, auch ihr Schreibstil bietet Angriffsfläche: „Was hassen Sie eigentlich mehr? Frauen oder die englische Sprache?“ oder „Finden Sie es ironisch, dass Sie schreiben, als hätte man Sie an einen Stuhl gebunden und dazu gezwungen?“, so die Kommentare.

Die Autorin selbst ignorierte die als Fragen verpackte Kritik lieber und widmete sich den ernstgemeinten Tweets ihrer echten Fans.

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