Woody Allen kriegt sie alle!
von Thomas Helbing
Der grösste Frauenheld der Welt

Große Genies brauchen Musen. Bei Woody Allen (77) wechseln sie mit jedem neuen Film. Nur die schönsten und talentiertesten Schauspielerinnen veredeln seine Werke. Für seinen aktuellen Streifen „Blue Jasmin“ hat er sich Cate Blanchett auserkoren. Der Regisseur versteht offenbar nicht nur etwas vom Filmemachen – sondern auch viel von Frauen.

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    Foto: dpa, Cinetext, Mars Distribution

    Viele bildschöne Frauen pflastern Woody Allens beruflichen Lebensweg – und veredeln seine Meisterwerke, die er am laufenden Band produziert. Im folgenden eine Auswahl seiner Musen...

An Folgendes haben wir uns bei Woody Allen gewöhnt: Alle zwölf Monate gibt es einen neuen Film, es geht stets um die Liebe und das Leben und die damit verbundenen Illusionen. Und immer steht eine Frau im Mittelpunkt des Geschehens.

Bei Alfred Hitchcock war bekannt, dass vor allem Blondinen sein Blut aufwallen ließen. Woody Allen hingegen hat kein bestimmtes Beuteschema. Nur schön, charakterstark und großartig als  Schauspielerin müssen SIE sein. Die ständig wechselnden Hollywood-Schönheiten sind DAS Markenzeichen in seinen Filmen.

Eine Auswahl: In den 70er-Jahren waren Meryl Streep und vor allem Diane Keaton Allens Musen und letztere sogar seine Partnerin. Beruflich wie privat wurde Keaton in den 80ern und Anfang der 90er-Jahre von Mia Farrow abgelöst. Diese Allen-Jahre prägten auch Frauen wie Charlotte Rampling, Madonna, Angelica Huston, Jodie Foster, Julia Roberts, Natalie Portman und Drew Barrymore. In jüngster Vergangenheit zählten Naomi Watts, Freida Peinto, Marion Cotillard sowie Penélope Cruz und Scarlett Johansson zu Allens cineastischen Harem. Und für seinen neuesten Geniestreich „Blue Jasmin“ (ab 7. November in den deutschen Kinos) hat sich der Regisseur wieder eine Traumfrau und eine der besten ihrer Zunft geschnappt: Cate Blanchett.

Fakt ist: Woody Allen kriegt sie alle. Wie er das schafft? Drei Erklärungsversuche:

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1. Woody Allen ist ein Sexsymbol.
Nein! Mit Cordhosen, Pullover über dem Hemd und dicker Hornbrille gilt Allen zwar als der Urvater des Nerd-Styles, allerdings nicht gerade als Mann mit Schneid. Auch seine eher schwächliche Statur versprüht alles andere als Sex-Appeal und Testosteron. Allens Stärken sind Witz, Intelligenz und Charme.

2. Woody Allen zahlt üppige Gagen.
Nein! Seine Filme sind Low-Budget-Produktionen. Weil Allen in den USA keine Geldgeber mehr findet, dreht er mittlerweile in Europa. Für seinen Kinohit „Midnight in Paris“ (2011) hatte er 17 Millionen Dollar zur Verfügung. Nur zum Vergleich: Brad Pitts aktueller Zombie-Blockbuster „World War Z“ verschlang das zehnfache Budget. Es ist also anzunehmen, dass die Stars in Allens Filmen eine verhältnismäßig mickrige Gage bekommen und wegen der Kunst zusagen.

3. Woody Allen versteht die Frauen.
JA!!! Vielleicht nicht unbedingt als Privatmann, als Filmemacher aber auf jeden Fall. Seine Frauencharaktere, die er natürlich als Drehbuchautor selbst kreiert, sind nämlich so ganz anders als in anderen Filmen und gar nicht stereotyp: stark und trotzdem verletzlich, dominant, emanzipiert, makellos, aber mit Ecken und Kanten – und auf jeden Fall immer neurotisch. Woody Allen gibt seinen Hauptdarstellerinnen die Magie und die Möglichkeiten, die sie bei anderen Regisseuren nicht finden. Deshalb will jede mit ihm arbeiten. Cate Blanchett, die Hauptdarstellerin in „Blue Jasmin“, verriet neulich bei einer Pressekonferenz in Beverly Hills: „Wir sind alle gleich, wenn Woody anruft, du sagst ‚Ja‘, bevor du überhaupt weißt worum es geht. Erst dann hoffst du, dass es gut wird.“

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