Winona Ryder ist zurück mit ihrem Fim: The Iceman

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Comeback unserer 90er-Jahre-Ikone
von Stephanie Beckmann
Winona Ryder ist zurück!

Sie war der Star unserer Jugend. Alle wollten sein wie sie, aussehen wie sie, einen Freund (Johnny Depp) haben wie sie. Spätestens mit „Reality Bites – Voll das Leben“ wurde Winona Ryder zu unserer ultimativen 1990er-Jahre-Ikone. Mit ihrem neuen Film „The Iceman“ will die heute 41-jährige Schauspielerin an vergangene Erfolge anknüpfen.

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    Auf dem Weg, ein Idol zu werden: Ende der 1980er-Jahre war Winona Ryder unsere Audrey Hepburn und drehte einen Film nach dem anderen

Bei der zierlichen, blassen Schneewittchen-Schönheit mit den großen braunen Augen und den roten Lippen scheint die Zeit stehen geblieben zu sein – optisch jedenfalls. Seit Winona Ryder 2002 wegen Ladendiebstahls zu drei Jahren auf Bewährung verurteilt und von Hollywood verstoßen wurde, hat sie sich äußerlich kaum verändert. Das ist nun rund zehn Jahre her. Zehn Jahre, in denen man die Schauspielerin so gut wie nicht gesehen hat. 
 
Ihren Karriere-Höhepunkt hatte Ryder 1994 mit dem Film „Reality Bites – Voll das Leben“. Der Film über das Leben einer Vierer-WG machte seine Hauptdarsteller, unter anderem auch Ethan Hawke (heute 42), weltberühmt. Bekannt geworden war Winona aber bereits 1990: An der Seite von Johnny Depp spielte sie sich in „Edward mit den Scherenhänden“ nicht nur in die Zuschauerherzen, sondern auch in das ihres Filmpartners. Das schillernde Paar hielt es vier Jahre miteinander aus. Vier Jahre, in denen Winona mit Filmen wie „Meerjungfrauen küssen besser“ oder „Bram Stokers Dracula“ weiter erfolgreich war.

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Zwei Mal war Ryder für einen Oscar nominiert, für „Zeit der Unschuld“ (1993) bekam sie einen Golden Globe. Danach ein erster zarter Riss in der Erfolgsstory – die nächsten Projekte floppten. 1999 war sie als Patientin mit Borderlinesyndrom im Drama „Durchgeknallt“ zu sehen. Der Film sollte ihr Comeback in Hollywood werden, doch ihre Kollegin Angelina Jolie (heute 37) spielte sie glatt an die Wand und kassierte dafür einen Oscar.

Winona machte stattdessen Schlagzeilen mit ihrer Tablettenabhängigkeit und Ladendiebstahl: 2001 wurde sie im Nobel-Store „Saks“ in Beverly Hills erwischt, wie sie teure Designer-Kleider in ihre Handtasche stopfte. Die Verurteilung besiegelte ihren Karriereknick. Winona war weg vom Fenster. Erst ihre grandiose Nebenrolle als alternde Primaballerina im Thriller „Black Swan“ (2010) kann als erster, zaghafter Comeback-Versuch gewertet werden. 

2013 ist Winona Ryder endlich zurück, mit gleich drei neuen Filmen („The Letter“, „Homefront“, „The Iceman“). Wir sehen eine erwachsene Ryder, die heute nicht mehr die zerbrechlichen Fähnchen im Wind spielt, sondern starke Rollen. In „The Iceman“ von Regisseur Ariel Vroman zum Beispiel die Ehefrau eines Mafia-Auftragskillers.

In Europa startet „The Iceman“ ab dem 2. Juni, für Deutschland ist leider noch kein Termin bekannt.

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