Til Schweiger spricht im Interview über seine Möbelkollektion

Der Schauspieler designt Möbel, Geschirr und Pullis
Til Schweiger kommt jetzt zu Ihnen nach Hause

Til Schweiger (50) bedient die Sinne seiner Fans jetzt nicht nur auf der Leinwand: Der Schauspieler ist unter die Designer gegangen und verkauft jetzt Möbel, Geschirr, Kleidung und Wein. Mit STYLEBOOK-Reporterin Iris Rosendahl spricht Schweiger über seinen neuen Onlineshop „Barefoot Living“ und welche Möbel bei ihm nie einziehen dürften.

Kinoheld Til Schweiger („Honig im Kopf“) wohnt in einer Luxus-Finca auf Mallorca. Auf dem 300 Jahre alten Anwesen hat es sich der Hausherr schön gemacht: Baumhaus, Outdoor-Jacuzzi und ein mongolisches Zelt, wo gerne mal Gäste nach einer Party übernachten. Baby-Enten schwimmen im Teich, Hasen (mit Ohren!) hüpfen durch den Stall, Ponys, Hunde und Katzen laufen frei herum. Til Schweiger lebt wie auf einem Bauernhof! Er baut Feigen, Tomaten, Mandelbäume und Paprika an. Seine Finca: ein rustikaler Landhaus-Traum in Weiß. Betten wie Kojen in unzähligen Gästezimmern. Im STYLEBOOK-Interview verrät Schweiger, dass er jetzt seinen Lifestyle (Möbel, Geschirr, Pullis, Wein) auf seinem neuen Online-Shop Onlineshop „Barefoot Living“ verkauft.

STYLEBOOK: Schön haben Sie es hier. Wie lebt es sich auf Mallorca?
Til Schweiger: „Vom Lebensgefühl ist es hier viel entspannter als in Deutschland. Ich lebe in einer Gegend, wo eigentlich nur Spanier sind. Die Uhren gehen hier viel langsamer. Das war für mich auch eine Umstellung, weil ich ja immer so schnell unterwegs bin. Es ist immer schönes Wetter auf Mallorca und die Leute sind entspannt hier. Es ist schön hier zu sein.“

Ist das Interesse für Interior-Design die geheime Seite des harten Kinohelden?
Schweiger: „,Barefoot Living‘ ist ein Webshop, wo man Sachen kaufen kann, die ich toll finde. Und wenn jemand die Möbel und Accessoires auch schön findet, kann er sie erwerben. Ich mache jetzt aber nicht Philippe Starck Konkurrenz und entwerfe irgendwelche Fernseher oder Tische...“

Woher kommt denn Ihre Affinität für Möbel und Accessoires?
Schweiger: „Die hatte ich immer schon. Das sieht man, glaube ich, meinen Filmen auch an. Jeder Film ist in sich durchkomponiert. Bei mir Zuhause passen die Sachen alle zusammen. Ich gucke, ob sie gemütlich sind, dass ich mich wohl fühle, dass sie eine Wärme ausstrahlen, dass sie nicht protzig sind oder bunt. Ich mochte nie Glasscheiben als Trennwand in der Dusche. Ich mochte auch nie grünen Marmor und konnte auch nie was mit goldenen Wasserhähnen anfangen.“

Wann und wo wurde diese Idee geboren?
Schweiger: „Hier auf Mallorca. Durch das Zusammenkommen mit der wunderbaren Interior-Designerin Carde Reimerdes. Wir haben hier zusammen mein Haus entworfen. Daraus ist die Idee entstanden den Web-Shop ,Barefoot Living‘ zu machen.

Hat jedes Produkt auf Ihrer Website ein Platz in Ihrem Zuhause?
Schweiger: „Wir bieten nichts an, was uns nicht selber gefällt. Ich will jetzt nicht beschwören, dass jedes einzelne Teil in einem meiner Häuser oder Wohnungen ist. Aber vieles!“

Das heißt jeder kann jetzt wohnen wie Til Schweiger?
Schweiger: „Das heißt es nicht! Es gibt ja eine Menge Menschen, die sich das nicht leisten können. Ich will ja den Leuten nicht sagen: ‚Hey, wohn jetzt wie Til Schweiger!‘ Ich möchte einfach nur ein Angebot schaffen. Wenn es euch gefällt, könnt ihr es hier bekommen. Das ist genau wie mit dem Tatort. Wenn du keinen Bock hast auf einen Til-Schweiger-Tatort, schaltest du einfach nicht ein. Jammerst nicht rum, sondern guckst dann einfach den nächsten Polizeiruf...“

Was sind Ihre persönlichen Lieblings-Stücke aus Ihrer Kollektion?
Schweiger: „Ich liebe den Tisch, unser handgemachtes Geschirr, die Bettwäsche und das Messerbrett. Und natürlich die Pullover...“

Das soll ja Ihr persönlicher Lieblings-Kaschmirpulli sein...
Schweiger: „Das ist mein Entwurf. Genau die Pullis, die ich persönlich gerne trage.“

Ist der Kaschmirpulli vielleicht der Anfang einer eigenen Mode-Kollektion?
Schweiger: „Das könnte sein! So 'was habe ich ja schon mal gemacht.“

Gucken Sie Einrichtungs-Shows? 
Schweiger: „Ich gucke generell kein Fernsehen!“

Wie bitte! Das ist nicht Ihr Ernst? 
Schweiger: „Doch! Überhaupt nicht! Wenn dann gucke ich mir eine Serie auf HBO an. Oder ein Kinofilm auf DVD...“

Sie gucken keinen Tatort der Konkurrenz?
Schweiger: „Ab und an schaue ich mal den Münster-Tatort oder den Tatort mit Wotan Wilke Möhring. Aber: Ich bin kein Fernsehgucker!“

Und wie finden Sie Tine Wittler? 
Schweiger: „Tine wer? Kenne ich nicht...“

Sind Sie gerne Zuhause? 
Schweiger: „Ja, sehr gerne!“

So eine Art Couch-Potato mit Chips?
Schweiger: „Nee, mit Chips nicht. Das machen ja Leute, die Fernsehen gucken...“ (,Lotti, nein!', ruft Til mahnend. Der kleine schwarze Mischling springt trotzdem mit schmutzigen Pfoten auf das weiße Sofa).“

Wäre ein schlechter Einrichtungs-Stil ein Trennungsgrund?
Schweiger: „Also, eine Schrankwand aus Eiche Furnier wäre ausgeschlossen!“

Das heißt?
Schweiger: „Die Frau müsste über große andere menschliche Fähigkeiten verfügen, damit ich mich trotzdem in sie verliebe, obwohl sie so ein Teil Zuhause hat. (lacht) Wahrscheinlich wäre ich tolerant genug, würde sagen: Das Teil kannst du bei dir stehen lassen, lass uns lieber bei mir treffen. Aber hier rein, käme es nicht!“

Was ist für Sie ein absolutes Horror-Möbelstück?
Schweiger: „Die Schrankwand! Oder so eine Ledercouch.“

Was wird es niemals von Til Schweiger geben?
Schweiger: „Eine Schrankwand!“ (lacht)

Darf momentan auch eine neue Frau die vier Wände mit Ihnen teilen?
Schweiger: „Schöne Frauen dürfen hier immer leben...“ (lacht)

  • Til Schweiger

    1/6

    Foto: PR

    Til zum Kuscheln. Sein Lieblingspulli aus grauem Kaschmir, 279 Euro


 

 

 

 

 

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