„The Voice of Germany“
Alles nur fake?

Eine Ex-Kandidatin erhebt schwere Anschuldigungen gegen das Auswahlverfahren bei „The Voice of Germany“ - ist die Vorzeigeshow am Ende doch nicht so fair?

„The Voice of Germany“ gilt als eine der wenigen Castingshows, in denen es tatsächlich um das Talent der Kandidaten geht. Eine Ex-Kandidatin behauptet nun, in der Vorzeigeshow gehe es genauso unfair zu, wie überall anders auch. Coach Smudo wehrt sich gegen die Anschuldigungen.

Blind Auditions doch nicht so blind?
Das Konzept der Blind Auditions bei „The Voice“ beruht darauf, dass die Bewerber einzig anhand ihrer Stimme beurteilt werden. Die Coaches sitzen mit dem Rücken zur Bühne und dürfen sich erst umdrehen, wenn sie sich per Buzzer für ein Talent entschieden haben. Im Interview mit „OK!“ behauptet eine ehemalige Kandidatin nun, die Coaches wären während der Blind Auditions nicht so unvoreingenommen, wie es den Anschein hat. „Dieses ganze Buzzer-Getue ist reine Show“, meint sie. Vor den Auftritten würden die Coaches bereits genaue Infos über alle Bewerber erhalten. Sie wüssten damit ganz genau, welcher Teilnehmer welchen Song singt und wen sie dabeihaben wollen.

  • The Voice of Germany Jury

    Foto: Getty Images

    Smudo und seine Kollegen setzen bei „The Voice“ auf echte Emotionen

Das steckt hinter den rätselhaften Zetteln
Smudo von den Fantastischen Vier ist in diesem Jahr zum zweiten Mal als Coach bei „The Voice of Germany“ dabei und weiß, wie es läuft. „Die Fake-Vorwürfe sind völlig unsinnig“ , bezieht er auf Nachfrage von „Focus Online“ Stellung.  Auf den Zetteln, die jeder Coach zu den Auftritten gereicht bekommt, sei lediglich zu lesen, welchen Song die Talents performen. „Und sogar diesen Zettel haben wir nach dem ersten Tag weggelegt. Wir wollten das nicht, weil schon die Erwartungshaltung, was das für ein Titel ist, irgendwie ablenkt.“

Gute Musiker, schlechte Schauspieler
An den Behauptungen sei überhaupt nichts dran, das sähe man schon daran, „dass es doch viel schwieriger wäre, die Reaktionen bei den Blind Auditions zu spielen, anstatt spontan zu reagieren und zu buzzern“, findet Smudo. „Wir sind nämlich alle gute Musikexperten, aber schlechte Schauspieler.“

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