Taylor Swift überzeugt Apple
Streaming-Dienst ändert seine Regeln

In einem Blog-Eintrag kritisierte Taylor Swift (25) den neuen Streaming-Dienst von Apple. Die Betreiber planten zunächst, in den drei kostenlosen Probemonaten für Nutzer den Plattenfirmen kein Geld zu zahlen. Die Kritik der „Bad Blood“-Sängerin trägt nun Früchte: Apple ändert seine Regeln.

Auch wenn Taylor Swift selbst sich keine Sorgen mehr um das liebe Geld machen muss: Eine angemessene Bezahlung aller Künstler von Seiten der Streaming-Dienste liegt ihr am Herzen. Vor einigen Monaten ließ sie aus diesem Grund ihre Musik von Spotify nehmen und auch der neue Service von Apple war ihr deshalb ein Dorn im Auge: Während der für Nutzer kostenlosen Testphase sollten die Künstler nicht bezahlt werden. Sie schrieb einen offenen Brief an die Firma – und die ändert nun ihre Strategie.

  • Taylor Swift

    Foto: Getty Image

    Taylor Swift zwingt die Verantwortlichen bei Apple zum Umdenken

Im Kampf für die Gerechtigkeit
„Apple Music wird Künstler für das Streaming bezahlen, auch während der für Kunden kostenlosen Probezeit“, so Apple-Manager Eddy Cue auf Twitter. Der Brief von Taylor Swift habe die Firma darin bestärkt, das Modell zu verändern. Cue habe die wohl größte Kritikerin des neuen Services persönlich von der Änderung informiert, wie er im Interview mit „Re/code“ verrät: „Ich habe Taylor heute angerufen und mit ihr gesprochen. Ich wollte sie wissen lassen, dass wir ihre Sorgen wahrnehmen und unsere Regeln jetzt ändern.“

„Es geht nicht um mich“
Taylor Swift zeigt sich auf Twitter erfreut: „Ich bin ermutigt und erleichtert. Danke für all eure Unterstützung heute. Sie haben auf uns gehört.“ In ihrem offenen Brief hatte die Musikerin bei allem Respekt für Apple ihr Missfallen ausgedrückt: Künstler könnten nicht einfach drei Monate auf ihr Gehalt für gestreamte Songs verzichten. Und Apple habe genug Geld, um sie angemessen zu bezahlen. „Es geht nicht um mich“, so Taylor – viel eher denke sie an junge Künstler am Anfang ihrer Karriere und andere kreative Köpfe in der Musikbranche, die sich ihren Lebensunterhalt sichern müssen. „Wir bitten euch nicht um kostenlose iPhones, also bitte bittet uns nicht, euch unsere Musik ohne jegliche Vergütung zur Verfügung zu stellen.“

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