Miranda Kerr, Karlie Kloss, Doutzen Kroes: Zu berühmt für den Laufsteg?

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Zu berühmt für den Laufsteg
von Stephanie Neubert
Supermodels? Superstars!

Karlie Kloss (21), Miranda Kerr (30) und Doutzen Kroes (28) gehören zu den Celebrities unter den Catwalk-Schönheiten. Vielen Designern sind die Models mit Starpotential allerdings ein Dorn im Auge: Sie wollen keine omnipräsenten Superstars auf ihren Laufstegen.

  • Karlie Kloss

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    Karlie Kloss ist trotz ihrer Catwalk-Abstinenz dick im Geschäft: Seit 2011 Mal scheffelt sie als Victoria’s Secret-Engel Millionen. 2013 war sie im Pirelli-Kalender abgebildet. Außerdem ist die Us-Amerikanerin in zahlreichen Editorials, Kampagnen wie ganz aktuell für Jean Paul Gaultier und regelmäßig auf dem roten Teppich zu sehen. Hier kommt sie ihren Pflichten auf einer Victoria’s Secret-Veranstaltung Ende Juli in New York nach

Sie zieren unzählige Magazin-Cover, sind Werbegesichter von Luxus-Artikeln und werden auf die coolsten VIP-Events eingeladen. Nur eines sind Karlie Kloss und Co. nicht: auf den wichtigsten, internationalen Designer-Schauen zu sehen. Woran das liegt?

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Karlie Kloss erklärt das Phänomen in der September-Ausgabe der „Vanity Fair“:  „Der Hauptgrund, warum mich Designer nicht mehr für den Catwalk buchen, ist, dass ich zu berühmt bin. Angeblich lenke ich zu sehr von den Klamotten ab.” 

Aber es gibt noch einen anderen Grund: Karlie hat genau wie Doutzen Kroes und bis vor Kurzem auch Miranda Kerr einen lukrativen Vertrag mit dem Dessous-Label Victoria’s Secret. Wer es als Engel in die alljährliche Modenschau schafft und einen mehrjährigen, millionenschweren Vertrag ergattert, hat zwar ausgesorgt und ist berühmt – wird für coole Labels aber uninteressant. Weil:

Laut dem Wirtschaftsmagazin „Forbes“ gehören die Victoria’s-Secret-Stars zu den Spitzenverdienerinnen der Modelbranche. Im Vergleich zu unbekannten Mädchen, die in ihrer ersten Saison nur etwa 180 Euro die Stunde erhalten, sind ihre Gagen utopisch hoch. Viele Designer wollen oder können sich das nicht leisten.

In High-Fashion-Kreisen gelten Dessous-Models als zu sexy und zu schlüpfrig. Die meisten Luxus-Labels setzen lieber auf Gesichter, die für Eleganz oder Coolness stehen.

Übrigens: Auch Heidi Klum (40) kennt das Problem, sie hat es quasi erfunden.

Vor drei Jahren fiel sie einer fiesen Lästerattacke von Karl Lagerfeld (79) zum Opfer: „Ich kenne Heidi nicht. Die war nie in Paris.“ Klum war tatsächlich nie für Prestige-Marken wie Chanel oder Louis Vuitton auf dem Laufsteg, war aber immerhin 13 Jahre lang das Aushängeschild von Victoria's Secret und gehört zu den berühmtesten – und am besten bezahlten – Models der Welt. Karl konnte sie damit offensichtlich nicht beeindrucken...


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