Darum sind Sie immer pleite!
Studie beweist: Frauen werden vom Handel abgezockt

Regelmäßiger Shoppingwahn oder zu freigiebiger Umgang mit den Finanzen sind nicht dafür verantwortlich, dass Frauen oft ein teureres Leben führen als Männer. Eine neue Studie beweist: Produkte, die sich an eine weibliche Zielgruppe richten, sind schlichtweg teurer als die entsprechenden Varianten für Männer.

Haben Sie sich auch schon immer gefragt, warum das Geld nie reicht. Das New York City Department of Consumer Affairs (DCA) hat darauf eine mögliche Antwort. In einer jetzt veröffentlichten Studie wurden Produkte mit klar zuzuordnender weiblicher und männlicher Ausführung miteinander verglichen. 800 Gegenstände aus 35 verschiedenen Kategorien von Kosmetik über Kinderspielzeug bis zu Kleidung wurden unter die Lupe genommen – das Ergebnis ist genauso überraschend wie unfair.

  • Frau erschrickt beim Preis

    Foto: Getty Images

    Ob in der Drogerie oder beim Kleiderkauf – Produkte, die sich eindeutig an Frauen richten, sind meist teurer

Produkte für Frauen kosten mehr
In allen Kategorien waren die Produkte, die sich an Frauen richten, im Durchschnitt sieben Prozent teurer, bei Kosmetikprodukten beträgt die Differenz sogar 13 Prozent. Zwei Beispiele: So kostete im Vergleich ein Paar Jeans der Marke Levis 501 im Online-Shop des Labels für Frauen 88 Dollar (ca. 80 Euro), das Männerpendant lediglich 68 Dollar (ca. 62 Euro). Für Rasierer einer Marke müssen Frauen knapp vier Dollar mehr bezahlen, obwohl diese sich lediglich am Design der Packung unterscheiden und ansonsten die gleiche Funktion haben. 

Egal, ob ein neues Paar Jeans, der rosa Spielzeugroller oder ein schlichter Deostick – der Geschlechteraufschlag existiert in allen Bereichen.

Hohe finanzielle Belastung
Auf ihre Lebensspanne gerechnet sei die finanzielle Mehrbelastung für Frauen enorm, fasst das DCA zusammen und verweist auf eine Studie aus dem Jahr 1994. Schon damals wurde festgestellt, dass eine Frau für die gleichen Produkte umgerechnet rund 1.267 Euro im Jahr mehr hinlegen muss als ein Mann.

Das steckt dahinter
Höhere Herstellungskosten seien nicht der Grund für die höheren Preise im Geschäft. Die würden nämlich von den Händlern und nicht den Herstellern festgelegt. Die eigentlichen Produktionskosten machen nur einen Bruchteil des endgültigen Preises aus. „Die Preisunterschiede haben mit geschäftlichen Überlegungen zu tun. Weil Frauen generell bereit sind, einen höheren Preis für ihre Kleider zu zahlen als Männer, wird ihnen mehr berechnet.“

Tipp an SIE: Gucken Sie doch hin und wieder in der Männerabteilung nach günstigen Alternativen, die auch Frau benutzen und tragen kann.

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