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Streit um Katy Perrys Moschino-Kleid
Jeremy Scott von Graffiti-Künstler verklagt

In ihren Moschino-Outfits im Graffiti-Style zogen Jeremy Scott (39) und Katy Perry (30) auf der diesjährigen Met Gala die ganze Aufmerksamkeit auf sich. Der Auftritt könnte den Designer jetzt teuer zu stehen kommen.

Der Graffiti-Künstler Rime, der mit echtem Namen Joseph Tierney heißt, soll am Dienstag Klage gegen Moschino-Designer Jeremy Scott eingereicht haben. In dem Prozess gehe es um Urheberrechtsverletzung, unfairen Wettbewerb und Persönlichkeitsrechte. Der Designer habe Elemente von einer Wand kopiert, die Rimes schon im Jahr 2012 in Detroit kreiert hat, berichtet „E! News“.

  • Katy Perry und Jeremy Scott

    Foto: Getty Images

    Katy Perry und Jeremy Scott zogen in ihren Moschino-Outfits alle Blicke auf sich – ein schwerer Fehler

Alles nur geklaut?
Die angeblich gestohlenen Grafiken habe Scott dann in seiner Herbstkollektion 2015 untergebracht. Das prominenteste Stück dürfte das Kleid gewesen sein, das Katy Perry Anfang Mai auf der alljährlichen Met Gala in New York trug. Auf dem schwarzen Dress sind allerlei Street-Art-Elemente untergebracht, darunter der Schriftzug „vandal“, der in roten Buchstaben auf dem Rockteil prangt. Jeremy Scott war als Katys Date in einem passenden Anzug mit bei dem Event. Auf den Outfits will Rime seine Artworks wiedererkannt haben.

Spraydosen-Tasche bringt das Fass zum Überlaufen
Aus den Gerichtsdokumenten gehe hervor, dass die Entwürfe des Graffiti-Künstlers „unerklärlicherweise ohne sein Wissen oder seine Einwilligung“ auf einigen der „prominentesten Stücke“ der Moschino-Kollektion gelandet seien. Zu ihrem Graffiti-Kleid trug Katy Perry eine Abendtasche im Spraydosen-Look – die scheint den Street-Artist endgültig verärgert zu haben. „Nicht nur haben Miss Perry und der Angeklagte Scott die Kleidung bei einem Event beworben, getragen und zur Schau gestellt, sie kamen auch noch in einem angesprayten Rolls Royce zur Veranstaltung und trugen falsche Sprühflaschen mit einem Moschino-Label herum, als wären sie für die Kunstwerke verantwortlich.“

Tierney fordert nun von Moschino, die Kleidung, die mit seinen Graffitis versehen wurden, nicht weiter zu verkaufen sowie Schadensersatz für den Kunst-Klau. Das Label und Jeremy Scott haben sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert.

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