„So stilvoll wie Erbensuppe mit Eisbein“
von Christiane Hoffmann
Lindsay Lohan ist der peinliche Wochen-Höhepunkt

Lindsay Lohan (25) hat eine neue Droge: Designer Philipp Plein (33). Sie ist nicht nur beruflich seine Muse... Doch während für Lindsay derzeit alles rund läuft, scheint die Ehe zwischen Demi Moore (48) und Ashton Kutcher (33) aus dem Ruder zu laufen. STYLEBOOK-Kolumnistin Christiane Hoffmann fasst das Glück und Unglück der Promis zusammen.

Sie schürzte ihre Lippen. Legte sich lasziv auf alle Viere. Die Sonne zeigte gnadenlos ihr tot blondiertes Haar, zur Hälfte vermutlich mit Extensions zugekleistert. Die Füßenägel so lang, dass man damit einen Garten umgraben hätte können, steckten in Bordsteinschwalben-tauglichen Highheels. Hollywoods Skandalnudel Lindsay Lohan (25), die wie 45 aussieht und sich anfühlt, war der auf seltsame Weise peinliche Höhepunkt dieser Woche. Immer eine Kippe zwischen den Lippen, die Beine mit blauen Flecken übersäht. So stilvoll und fein wie eine Erbsensuppe mit Eisbein...

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Lindsay, die seit Jahren gegen die unbändige Lust auf Alkohol und Kokain kämpft, springt gerade über die Pariser Fashion Week und war zuvor auch in Mailand. Der erfolgreiche deutsche Designer Philipp Plein (33), ein Liebhaber SEHR großer Totenkopf-Knöpfe und fast ebensolcher glimmerig glitzernder Nieten, machte Lindsay zum Gesicht seiner Mode , shootete mit ihr am Rande der Modewoche am Comer See seine neue Kampagne.
Irgendwie ein Geniestreich. Denn Lindsay gilt als allerbestes Fotofutter, wie Paparrazzi solche Mädels nennen. Und sie ist in all ihrem Wahnsinn, ihrer Unzulänglichkeit und  Zerbrechlichkeit 1000 Mal weniger langweilig als 90 Prozent aller Models...

★★★

Wie also MUSS eine Front Row, die heiß begehrte erste Reihe bei der Fashion Week in Paris, Mailand, London, New York oder Berlin bestückt sein – außer mit einer Lindsay?
1. (Mode-)Chefredakteurinnen (die mächtigste: Anna Wintour von der US-„Vogue“) oder wichtige Kolumnisten oder Modeexpertinnen (z.B. Hilary Alexander vom britischen „Telegraph“). Sie gucken und drucken in ihren Zeitschriften. Und schaffen so Begehrlichkeiten.
2. Stilikonen wie Paradiesvogel Anna Piaggi, die italienische Modeautorin, oder die Modebloggerin Anna Dello Russo (japanische „Vogue“), die eine eigene Wohnung nur für ihre Kleidersammlung angemietet hat. Sie sind das Salz auf manchmal recht fader Modesuppe.
3. Couture-Kundinnen wie die britische Bier-Erbin und Modesammlerin Daphne Guinness. Wer kann es sich schon leisten, 10.000 Euro und veil mehr für ein winziges Fähnchen von Kleid aus dem Fenster zu schmeißen?
4. VIPs, die vom Designer persönlich eingeladen und ausgestattet werden – mit Gratis-Garderobe, First-Class-Flug und Luxus-Suite in einem der ausgebuchten 5-Sterne-Hotels. Sie sorgen dafür, dass WIR berichten (siehe Lindsay Lohan). So beehrte Heidi Klum diese Woche Donatella Versace.  ↓
5. Freunde des Designers wie zum Beispiel bei Roberto Cavalli in Mailand der braun gebrutzelte einstige Action-Held Jean-Paul Belmondo, der in der ersten Reihe ein bisschen so verloren wirkte wie ein Knusper-Hähnchen aus Massentierhaltung beim Veganer-Meeting...

★★★

Apropos knusprig...
Den Skandal der Woche lieferte Pop-Prinzessin und Armani-Model Rihanna (23). Im Karohemd mit einem BH (mindestens zwei Körbchengrößen zu winzig) drehte sie diese Woche ihr neues Musikvideo zu „We Found Love“ auf einem Feld in der Nähe von Dublin. Im Eifer des Geschlechts entblätterte sich Rihanna obenrum plötzlich ganz, sprang nahezu splitterfasernackig durch die Latifundien von Bauer Alan Graham. Der gläubige Landwirt wurde zornig und zur Spaßbremse, verwies Rihanna samt Tross seines Feldes.
Der britischen BBC sagte er: „Jemand erklärte mir, sie hat alles erreicht, was man als Popstar erreichen kann. Ich bin ein bisschen ein Analphabet in diesen Dingen. Ihr Verhalten war unziemlich. Sie hat es verstanden. Wir reichten uns die Hand und trennten uns in gutem Einvernehmen.“

★★★

Apropos Trennung oder so ähnlich. Demi Moore (48) blieb den Front Rows fern, weil sie offensichtlich im Moment mehr mit sich und ihrer Ehe zu tun hat. SIE hat SEINE Affären endlich satt, heißt es.
Ashton Kutcher, 15 Jahre jünger als seine immer noch extrem jung wirkende (und jung geschnippelte) Demi, soll heftigst fremd sexeln. Vor exakt einer Woche soll die erst 23 Jahre junge und nahezu Lindsay Lohan-blonde Sara Leal eine heiße Nacht mit dem schnuckeligen Ashton Kutcher in San Diego verbracht haben. Die Zwei waren vor bereits drei Monaten zusammen im trendigen „Roosevelt Hotel“ in Hollywood gesichtet worden, hatten gemeinsam per Auto die Bar – und vermutlich auch das Bett verlassen.

Ist Sara Leal seine Geliebte oder ein böses, blondes Luder?
Ein Anwalt bietet für 185.000 Dollar ihre Story gegenüber US-Medien an, um alles auszuplaudern. Demi Moore soll todtraurig sein. Ihr letztes offizielles Foto stammt vom roten Teppich bei der Filmpremiere von „Five“". Sie ist noch dünner als dünn. Ihr Lächeln wirkt gequält.
Ist Ashton eine treulose Tomate? Gestern twitterte Kutcher kryptisch: „Wenn du annimmst, etwas zu wissen, über das du rein gar nichts weißt, machst du aus dir und mir ein Arschloch...“ Ehefrieden klingt echt anders...

Ein friedvolles Wochenende!

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