Witwe von Robin Williams
von Julia Wagner
Warum konnte Susan Schneider ihn nicht retten?

Schauspieler Robin Williams (†63) litt an Depressionen und seit vielen Jahren an seiner Alkoholsucht. Am Montag nahm er sich das Leben. Er hinterlässt drei Kinder und seine dritte Ehefrau Susan Schneider (49). Doch warum konnte seine große Liebe diesen Tod nicht verhindern?

  • Robin Williams und Susan Schneider

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    Foto: Getty Images

    2009 lernte Robin Williams die Grafikerin Susan Schneider kennen, 2011 heiratete das Paar. Hier sieht man die beiden frisch verliebt 2009 bei der Premiere von „Old Dogs“

Beruflich hatte Robin Williams alles erreicht. Der Oscar-Preisträger galt als einer der renommiertesten Schauspieler Hollywoods. Mit seinem komödiantischen Talent brachte er alle zum Lachen. Privat sah das allerdings anders aus. Zeit seines Lebens kämpfte er mit seiner Alkoholsucht und seinen Depressionen. Auch die große Liebe ließ lange auf sich warten.

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Glück im dritten Anlauf
Erst in seiner dritten Ehe schien er das ganz große Glück gefunden zu haben. Nach zwei gescheiterten Ehen lernte er 2009 die Grafikerin Susan Schneider kennen, kurz nachdem er sich einer Herzoperation unterziehen musste. Schneider soll ihn damals gesund gepflegt haben. Vor knapp drei Jahren erst gab sich das Paar in Napa Valley in Kalifornien im kleinen Kreis schließlich das Ja-Wort. In einem Interview mit „BILD“ nannte er sie einmal „Die beste Ehe meines Lebens“.

Für Williams war es der bereits dritte Anlauf. 1978 bis 1988 war er mit Valerie Valardi verheiratet, die beiden bekamen Sohn Zachary (31). Die Ehe ging in die Brüche, als die Affäre von Williams mit der Kellnerin Michelle Carter publik wurde. 1989 heiratete Williams dann Marsha Garces, die Babysitterin seines Sohnes. Bei der Hochzeit war Marsha bereits mit dem ersten gemeinsamen Kind, Tochter Zelda (25), schwanger. Drei Jahre später folgte Sohn Cody (22). 2008 ging allerdings auch dieses Familienglück in die Brüche, das Paar trennte sich – und Williams, ein trockener Alkoholiker, griff nach 20 Jahre wieder zur Flasche.

Susan Schneider – Robins große Liebe
Erst an der Seite von Susan Schneider schien er sein Leben wieder in den Griff zu kriegen. Bei den beiden sah es nach der ganz großen Liebe aus. Auf dem roten Teppich und zahlreichen anderen öffentlichen Auftritten war Susan immer an seiner Seite. Noch im Februar sah man die beiden wie verliebte Teenager Händchen haltend durch Los Angeles spazieren, sie immer einen halben Kopf größer als der nur 1,70 Meter große Schauspieler.

Erfolg schützt nicht vor Depression
Sechs Monate nach diesen Paparazzi-Fotos nahm sich Robin Williams jetzt das Leben. Seine Sprecherin Mara Buxbaum bestätigte: „Er kämpfte in letzter Zeit gegen Depressionen.“ Auch seine Alkoholsucht kehrte zurück. Erst Ende Juni hatte er Hilfe in der Therapieklinik „Hazelden Addiction Treatment Center“ in Minnesota gesucht. Fakt ist: Eine Depression ist eine ernste psychische Erkrankung, die jeden treffen kann. „Dass man Erfolg hat oder eine nette Familie, das schützt nicht vor Depressionen“, so Prof. Ulrich Hegerl, Vorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Auch der liebevollste Partner kann eine Depression nicht zum Abklingen bringen oder einen Selbstmord verhindern. Das zeigte schon der Fall von Ex-Fußballer Robert Enke (†32), der seine große Liebe und Ehefrau Teresa (38) und Tochter Leila (5) hinterließ, die das Paar erst sechs Monate zuvor adoptiert hatte.

In einer Stellungnahme an den Nachrichtensender CNN schrieb Williams Frau Susan Schneider am Montag: „Heute Morgen habe ich meinen Mann und meinen besten Freund verloren. Die Welt hat einen ihrer beliebtesten Künstler, einen wunderbaren Menschen verloren. Mein Herz ist gebrochen“. Auch ihre Liebe konnte ihren Mann nicht retten.

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