Promi-Laufsteg Airport
von Thomas Helbing
7 Tipps für stylisches Reisen

Im den Sommerferien machen Fashion Week und roter Teppich Pause. Kein Problem für die Stars: Sie verlegen den Mode-Catwalk einfach an den Flughafen und präsentieren die tollsten Teile aus ihrem Kleiderschrank auf dem Weg in den Urlaubsflieger. STYLEBOOK.de hat sich die schönsten Airport-Looks mal genauer angeschaut und gibt Tipps, wie auch Sie das hinkriegen. Ab jetzt fliegen wir Star-Alliance!

  • 1/14

    Foto: splash news

    Wer hätte es gedacht: Cameron Diaz (41) zieht ihren Gepäckwagen gleich selbst übers Rollfeld. Ihr Reise-Outfit: lässig, aber nicht nachlässig. Toll ist die weiße Weste über einer luftigen Bluse, die den Look seriöser macht

Die Zweiklassen-Gesellschaft beim Fliegen beginnt nicht erst im Flugzeug, sondern schon am Airport. Während unsereins in ausgebeulter Jogginghose und ungeschminkt in die Maschine steigt, zeigen sich Stars in tollen Outfits. Kein Wunder, denn zwischen Check-in und Sicherheits-Schleuse lauern jede Menge Paparazzi.

Anzeige

„Wieso ziehen sich die Leute beim Reisen nicht mehr hübsch an?“, fragt der Autor und Journalist Philipp Tingler in seinem Buch „Leichter Reisen“, in dem er auch Tipps für den richtigen Reise-Dresscode gibt. Heißt: Was die Promis können, können Sie auch!

Wer sich am Flughafen allerdings zu sehr aufdonnert, wirkt, im wahrsten Sinne des Wortes, abgehoben. Das Make-up sollte dezent bleiben, die Kleidung bequem sitzen. Wir verraten, auf welche Flugbegleiter Sie setzen sollten, um chic und trotzdem komfortabel zu reisen:

1. Kleidung schichten
Der Zwiebellook ist perfekt für den Flieger. Nicht nur, dass uns an Bord mal warm und mal kalt ist – auch am Reiseziel herrschen oft andere Temperaturen als bei der Abreise. Es empfiehlt sich, obenrum ein Top zu tragen, darüber ein Shirt mit langen Ärmeln (wieso nicht den Klassiker mit Streifen!?) plus Cardigan oder Strickjacke aus Wolle oder Kaschmir. So kann man sich je nach Bedarf aus- oder anziehen.

Untenrum gibt es nichts besseres als Chinos, empfiehlt Philipp Tingler: „Sie gehen zu allem, sie sind korrekt und trotzdem leger und man kann sie sogar ins Handgepäck quetschen, denn sie sind leichter als Jeans und knittern nicht.“ Wenn Sie trotzdem nicht auf Ihre geliebte Jeans verzichten wollen, sollte diese nicht knackeng sitzen, sondern einen Stretchanteil haben – für die Bequemlichkeit. Bitte die Hände von Trainingshosen lassen, stilvoll sehen die nie aus. Und Kleider oder Röcke können Sie dann im Urlaub den ganzen Tag tragen.

2. Das richtige Material
Achten Sie auf atmungsaktive Materialien wie Baumwolle oder Wolle. Sie sorgen für ein gutes Körperklima, nehmen Schweiß gut auf und können Körpergeruch bis zu einem gewissen Grad neutralisieren. Seide und Leinen sind beim Reisen nicht zu empfehlen – zu empfindlich und knitteranfällig. Kunstfasern wie Polyester stauen die Körperwärme, lassen uns schneller schwitzen und man riecht darin nach kurzer Zeit ziemlich streng. Tun Sie sich und Ihren Mitreisenden das besser nicht an.

3. Die passenden Schuhe
Es heißt, die Schuhe seien die Visitenkarte eines Outfits. Und auch beim Fliegen oder am Airport will man sich unter Umständen empfehlen. Heißt: bequem ja, Trekkingsandalen und Wanderschuhe nein. Fürs Fliegen perfekt sind Loafer oder Slipper aus Leder, die sind stets elegant und man kann schnell hinein- oder herausschlüpfen. Reiseexperte Philipp Tingler empfiehlt Turnschuhe für unterwegs. Mit einem schlichten, weißen Modell bewegt man sich dabei modisch in der Business-Class. Schuhe ausziehen in der Kabine? Bei Müffelfüßen bitte drauf verzichten.

4. Klassische, gedeckte Farben
Das Flugzeug ist kein Karnevalsverein. Gönnen Sie Ihren Augen und denen Ihrer Mitreisenden Erholung und setzen auf klassische, gedeckte Farben wie Blau, Grau, Schwarz, Creme, Weiß, Olivgrün. Zusätzlicher Vorteil: Diese Farben lassen sich untereinander hervorragend kombinieren.

5. SOS-Wechselgarderobe parat haben
Nein, Sie müssen nicht während des Flugs zweimal das Outfit wechseln, wie es von „Vogue“-Chefin Anna Wintour überliefert ist. Aber bei längerer Flugreise empfiehlt es sich, folgendes Notfall-Kit im Handgepäck mitzuführen: ein T-Shirt/Top, eine Unterhose, ein Paar Socken, eine Wechselhose. Warum? Ab einem Acht-Stunden-Flug ist das Bedürfnis nach frischer Wäsche verständlich groß. Außerdem ist es sicher jedem schon mal beim Fliegen passiert, dass Tomatensaft oder Chicken-Curry nicht im Mund, sondern auf der Klamotte landeten.  

6. Auf kleine Helfer setzen
Der Flieger kann schnell zur Kühlkammer mutieren. Damit Sie nicht frieren oder sich erkälten: dicke Socken und ein kuscheliges (Kaschmir-)Tuch mit ins Flugzeug nehmen. Letzteres kann zusätzlich sogar als Kissen herhalten. Ein Basecap, tief ins Gesicht gezogen, kann für etwas Privatsphäre sorgen und die Schlafbrille ersetzen. Eine modische Kette oder ein prägnanter Armreif sind ein toller Trick, um sich schnell von der mitfliegenden Masse abzuheben. Dabei immer dran denken: An der Sicherheitskontrolle können Ketten, Ringe etc., die erst mühsam abgelegt werden müssen, zur Geduldsprobe für andere Passagiere werden. Weniger ist also mehr. Und bitte merken: „Eine Sonnenbrille trägt man nur bei Sonne“, mahnt Philipp Tingler. „Immer, wenn Sie in geschlossenen Räumen sind, verzichten Sie auf dunkle Gläser vor den Augen.“

7. Dress to impress!
Philipp Tingler: „Folgende Aufmachung ist Upgrade-freundlich: Jackett oder Zweiteiler, Dokumententasche, Brille, Doktortitel. Folgende Aufmachung ist Upgrade-unfreundlich: Bermuda-Shorts, Fußballoberteil...“ Nehmen Sie sich ein Beispiel an den Promis. Die zeigen: Wollen Sie Business-Class fliegen, kleiden Sie sich Business-Class.

Noch mehr wertvolle und amüsante Tipps rund ums Reisen und die richtige Reise-Garderobe gibt's im Buch „Leichter Reisen“ von Philipp Tingler, erschienen im Verlag Kein & Aber.

Kommentare


Blogs