Promi-Hotspots im Vergleich: Ibiza vs. Saint-Tropez

Promi-Hotspots im Vergleich: Ibiza vs. Saint-Tropez
von Thomas Helbing
Der Style, der Mythos, die Stars

Im Sommer wird das Mittelmeer zum Anziehungspunkt für die Reichen und Schönen, nirgendwo ist die Promidichte derzeit höher als dort. Am beliebtesten sind Ibiza und der Klassiker Saint Tropez. Einige Stars schippern mit ihren Megajachten gleich von Hafen zu Hafen der VIP-Hotspots, urlauben einen ganzen Sommer lang. Ach, prominent müsste man sein! Wer sich wo tummelt, was den jeweils typischen Style ausmacht – STYLEBOOK hat das Fernglas ausgepackt!

IBIZA

Die Atmosphäre
Bekannt ist die Balearen-Insel für das nächtliche Treiben in den Clubs, den rund 50 schönen Stränden und Buchten mit kristallklarem Wasser. Das Besondere: Hier liegt noch ein Hauch Hippie-Flair in der Luft. Auch Promis lieben Ibiza. Jade Jagger hat hier ein Anwesen, Boris Becker kommt zum Auftanken her, Kylie Minogue zum Singen. Kate Moss und Naomi Campbell erholen sich vom harten Model-Alltag. Und natürlich gilt Ibiza immer noch als der größte Open-Air-Club der Welt. Viele Stars kommen einfach nur mal für eine Nacht von der beschaulichen Schwesterinsel Formentera rübergeschippert, um zum Beispiel im „Amnesia“ zu feiern. Auf Ibiza mischt sich alles: Partygänger, Familien, Rentner, VIPs.

Der Style
Der Hippie-Look ist auf der Insel allgegenwärtig. Flatternde Maxi-Kleider im Hippie-Stil sind also typisch. Dazu werden Espadrilles oder Wedges und riesige Strohtaschen kombiniert. Geht auch: Weiße Minikleider, Tuniken und Bermudas mit Stickereien. Wer will, kann sich natürlich einen Blumenkranz ins Haar setzen oder ein Hippie-Stirnband umbinden.

Der Mythos
Als sich in den späten 1960er-Jahren in den USA die Blumenkinder versammelten, herrschte in Spanien Diktator Franco. Doch es gab sie schon, Hippies und Aussteiger, die am Mittelmeer von einem alternativen Leben träumten. Bevorzugtes Ziel damals: Sitges an der Costa Brava, südlich von Barcelona. 1967 eröffnete dort DJ Piti Urgell mit seinem Bruder Ricardo die Disco „Pacha“, die dortigen „Flower-Power“-Nächte waren legendär. 1973 verlegten die Urgell-Brüder das „Pacha“ auf die verschlafene Balearen-Insel Ibiza. Dort gilt es bis heute als Urmutter der Partyszene von „Ibiz“.

Die Promis
Diese Stars und Sternchen tummeln sich aktuell auf Ibiza:

  • Justin Bieber

    1/11

    Foto: splash news

    Justin Bieber lässt die Wellen hoch schlagen – nicht nur aufm Jetski auch in Promi-Lokalen, wo er sich mit Hollywoodstar Orlando Bloom einen Hahnenkampf lieferte

Die Promi-Spots
► Am Salinas-Strand an den Beachbars „Sa Trinxa“ und „Jockey Club“ ist die Promidichte besonders hoch. Hier kann es sich lohnen, genauer hinzuschauen: Wer steckt da unter dem Hut und hinter der dicken Sonnenbrille?
► Das gleiche gilt für den „Cala Bassa Beach Club“ am gleichnamigen Strand. Die Jachten der Promis ankern direkt vor den Strandliegen. Ihre Besitzer kommen auf einen Hummer und ein Gläschen an Land und drehen zur Verdauung noch ein paar Runden mit dem Jet-Ski.
► Im Edel-Restaurant „Cipriani“ in Ibiza Stadt prügelten sich jüngst Orlando Bloom und Justin Bieber vor den Augen von Paris Hilton und Sean Combs. Natürlich nicht ums Essen, sondern um Frauen. Dort ist also für knallharte Stimmung und Promis garantiert.
► Versteckter und weniger turbulent: das „La Paloma“ im Insel-Inneren. Dort lassen sich auch Promis gern von entspannten Hippie-Mädchen mit typisch ibizenkischer Küche bedienen.
► Einfach durch die Altstadt von Ibiza und die Hafenpromenade schlendern und die Augen offenhalte. In Ibiza haben es Stars und Sternchen schwerer, wahrgenommen und somit entdeckt zu werden.
► Der Hippie-Markt Las Dalias (immer samstags) gilt als Geheimtipp – auch bei Promis und Topmodels.
► Marokkanischer und balinesischer Stil verschmelzen in der weitläufigen Hotelanlage des „Atzaro“ in einem historischen Landhaus. Auf den Lounge-Betten unter freiem Himmel chillten schon Shakira (36) und James Blunt (39).
► Im neu eröffneten „Hard Rock Hotel“ befindet sich das „teuerste“ Restaurant der Welt. Im „Sublimotion“ kostet ein Menü 1500 Euro pro Gast.

Fazit
Die Hippie-Insel von einst ist zu einer der Top-Ziele der Promis geworden. Exzessive Partys im Club oder Strand kann man hier nach wie vor feiern. Aber in den unzähligen Buchten, fast jede mit eigener Strandbar, findet jeder auch ein chilliges Plätzchen zum Abschalten.

Noch mehr Ibiza-Tipps und -Hotspots gibt's bei den Kollegen von TRAVELBOOK.de

SAINT-TROPEZ

Die Atmosphäre
Der kleine Fischerort an der Cote d’Azur kommt wie der Bikini nicht aus der Mode. „St-Trop“ zieht die Promis noch genauso an, wie in den 60er und 70er Jahren. Achtung! Vor allem im August ist es wie auf einer Kirmes. Dann mischen sich Promis mit Geldadel, Paparazzi und Tagestouristen, die sich zum einzigartigen Freilufttheater verabreden: Die Bestbetuchten inszenieren sich auf ihren protzigen Hochseejachten – und Hunderte gaffen und knipsen. Laut Statistik strömen jedes Jahr fünf Millionen Touristen in das 5000-Einwohner-Örtchen, der Großteil davon in den Sommermonaten. Wer Ruhe sucht, sollte lieber woanders stranden. Das legendäre Nachtleben von St.-Tropez tut sein übriges.

Der Style
Genauso unvergänglich wie das Saint-Tropez-Feeling ist auch der Look. Die Zeiten, als Frauen noch oben ohne an die Bar schlurften sind zwar leider vorbei. Stattdessen sind bestickte Tuniken, Designer-Sandalen (Stöckelschuhe zerkratzen die Holzböden der Jachten!) sowie breitkrempige Strohhüte en vogue. Männer tragen Leinenhemden und lange Hosen. Auch zu sehen: Möchtergerndandys, Goldkettchen, Großverdiener mit schlechtem Geschmack.

Der Mythos
An dem 4,5 Kilometer langen Strand von Pampelonne wurde 1955 der Film „... und immer lockt
das Weib“ mit Brigitte Bardot gedreht. Der Film machte Bardot UND Saint-Tropez berühmt. Seitdem gilt das kleine Fischerdorf als Sehnsuchtsort für den internationalen Jetset. Aber noch ein anderer hat den kleinen Ort zum berühmtesten an der Côte d'Azur gemacht: Louis de Funès in seiner Rolle im „Gendarm von Saint-Tropez“. Ohne den Filmkomiker wäre St.-Tropez nur halb so populär.

Die Promis
Diese Stars und Sternchen tummeln sich aktuell in Saint-Tropez:

  • Tamara Ecclestone

    1/11

    Foto: getty images

    Tamara Ecclestone beim Bummel durch Saint-Tropez

Die Promi-Spots
►Der „Club 55“ am Plage de Pampelonne ist wohl die berühmteste, auf jeden Fall älteste Strandbar der Welt. Hier feierte und futterte die Filmcrew von „... und immer lockt das Weib“, danach machten Alain Delon und Romy Schneider, Mick Jagger und Paris Hilton die coole „Strand-Kantine“ weltberühmt. Club-Patron Patrice de Colmont geht mit der Zeit, baut mittlerweile Gemüse und Wein aus ökologischer Landwirtschaft für seine Gäste selbst an.
►Gleich nebenan im Club „Nikki Beach“ tanzen Bikini-Mädchen auf der Bar, die Liege am Pool kostet 35 Euro am Tag und die teuerste Flasche Schampus 28.000 Euro.
►Auf dem Place des Lices findet zwei Mal in der Woche ein Markt statt, wo man Souvenirs wie Verveine-Tee, Lavendelsäckchen, Fleur de Sel und die wichtigsten Zutaten für den Saint Tropez-Look (Hüte, Sandalen, Bikinis, Tuniken) kaufen kann. Wundern Sie sich also nicht, wenn plötzlich Sylvie Meiss in Badeschlappen neben Ihnen steht.
►Im Café „Senequier“ genießt man bei einem Espresso oder Glas Rosé Champagner das glamouröse Treiben am Hafen.
►Abends baden Stars sich und ihre Entourage in Champagner-Duschen am liebsten in Clubs wie „Le VIP Room“.
►Die Schönen und Reichen ohne eigene Jacht steigen im Design-Hotel „Sezz“ ab oder übernachten in den Luxusherbergen „Chateau de la Messardière“ (tolle Terrasse mit Meerblick zum Abendessen!) oder „La Bastide“. Im Fünf-Sterne-Hotel „Hôtel Byblos“ wird von Sonnenauf- bis untergang gefeiert. 

Fazit
Saint-Tropez ist und bleibt der Promi-Hangout am Mittelmeer. Wer gesehen werden und vor allem gaffen will, kommt hierher. Nirgendwo sonst sind die Jachten protziger, das Schaulaufen prominenter, die Preise gepfefferter.

Noch mehr Tipps und Hotspots für Saint Tropez gibt's bei den Kollegen von TRAVELBOOK.de

Kommentare


Blogs