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Promi-Autorinnen
von Thomas Helbing
Coole Frauen schreiben coole Bücher

Promis verfassen Bücher. Das ist nicht neu. Doch jetzt tummeln sich unter den berühmten Schreibern immer mehr Frauen, die wir schon immer toll fanden. Klar, dass wir auch in ihren Werken schmökern.

  • Lena Dunham

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    Foto: getty images

    Lena Dunham: „Not That Kind of Girl“

    „Not That Kind of Girl“ schließt an die TV-Serie „Girls“ an. Das teils autobiografische Werk soll mit Essays und Listen wie „18 unglaubliche Dinge, die ich mal beim Flirten gesagt habe“ ein amüsanter, schonungsloser Lebensratgeber für junge Frauen sein. Erschienen im S. Fischer Verlag, 19,99 Euro

Das Buch der Bücher, das diesen Herbst mit größter Spannung erwartet wurde, war natürlich das von Lena Dunham (28). „Not That Kind of Girl – Was ich im Leben so gelernt habe“ (Fischer Verlag) heißt das Werk der Erfinderin, Produzentin, Regisseurin und Schauspielerin der amerikanischen Fernsehserie „Girls“ – eine Art Gegenmodell zu „Sex and the City“. Lena Dunham hat das Unperfekte cool gemacht und wurde so zum Vorbild junger Frauen.

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Ähnlich wie in der Erfolgsserie „Girls“ kann man auch in ihrer Ratgeber-Autobiographie vor allem aus ihren zahlreichen Sexpannen und schlüpfrigen Erlebnissen einige Weisheiten ziehen. Darüber nachdenken, lachen, im Zweifel mal den Kopf schütteln oder sich fragen, wie heutige End-Zwanzigerinnen überhaupt ticken. Es ist eine Nabelschau des Dunham-Kosmos, wenn Lena detailliert von ersten Therapiestunden im Alter von neun Jahren erzählt, von Masturbation, Drogen, Diätversuchen und extrem viel Sex. 

Die Memoiren einer Jetset-Prinzessin
Diskreter, aber nicht weniger inspirierend ist dagegen das Buch „The Woman I Wanted to Be“. Es ist die Autobiografie von Designerin Diane von Furstenberg (67). „Darin erzähle ich meine Geschichte, wie ich die Frau wurde, die ich heute bin. Was essentiell war, um meinen Traum zu verwirklichen: Auch ich wusste lange nicht, was ich werden sollte. Aber ich wusste immer, was für eine Frau ich werden wollte.“, verriet von Furstenberg vorab im STYLEBOOK-Interview.

Das Buch erzählt das Leben einer Jetset-Prinzessin, die mit ihrem Wickelkleid in den 1970er-Jahren die Frauenmode revolutionierte, zur Millionärin wurde und mit Andy Warhol und Mick Jagger wilde Nächte im legendären „Studion 54“ in New York verbrachte. Aber es ist auch die Geschichte einer Frau, deren Mutter Lilly ein Konzentrationslager überlebte. Und Sie sich aus der Not heraus immer wieder neu erfand – zum Beispiel mit Auftritten im Homeshopping-Kanal QVC das Geld verdiente, um ihr in Bedrängnis gekommenes Modelabel zu retten. Und wenn Diane von Furstenberg verrät, sie habe das Buch geschrieben, weil sie nie in Therapie war, wird klar, dass Diane und Lena zwar völlig unterschiedlich sind, letztendlich aber dieselbe Botschaft an die Frauen schicken wollen: Jede Frau kann eine Heldin sein – ob nun perfekt frisiert oder eben nicht!

Mehr inspirierende Bücher von coolen Frauen zeigen wir in der Fotogalerie.


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