Offizieller Bericht zum Tod des Models
Die letzten Stunden von Peaches Geldof

Der Tod von Peaches Geldof (†25), der Tochter von Musiklegende Bob Geldof (62), schockierte. Jetzt wurde ein offizielles Gerichtsprotokoll veröffentlicht, das die letzten Stunden von Peaches genau rekonstruiert. Das erschütternde Ergebnis: Tod durch eine Überdosis Heroin.

  • Peaches Geldof

    1/3

    Foto: Getty Images

    Peaches Geldof wurde im Alter von nur 25 Jahren Tod in ihrem Haus aufgefunden. Jetzt bewiesen jüngste Berichte: Sie starb an einer Überdosis Heroin

Die Todesursache
Vergangenen Mittwoch brachte der Witwer von Peaches Geldorf, Thomas Cohen (24), laut Berichten der Tageszeitung „Die Welt“ bei einer gerichtlichen Anhörung in Gravesend (England) Licht ins Dunkel um die Todesursache seiner verstorbenen Frau. Peaches Geldof habe seit zweieinhalb Jahren versucht, mit einer Methadon-Therapie von ihrer Heroin-Sucht los zukommen, sagte Cohen. Peaches habe ihm stets versichert, dass ihre auf Drogenrückstände untersuchten Bluttests negativ seien. Eine Lüge wie sich jetzt herausstellte. Ein Gerichtsmediziner bestätigte: Die Ursache für den Tod von Peaches Geldof waren Drogen. Cohen entdeckte seine Frau am 7. April 2014 leblos im Gästezimmer des gemeinsamen Hauses in Kent. Ermittler stellten Heroin und Spritzen sicher.

Anzeige

Der zuständige Ermittlungsbeamte der Polizei rekonstruierte für das Gericht die letzten Stunden der Tochter von Musik-Legende Bob Geldof.

Der Abend des 6. Aprils:
18:17 Uhr: Peaches lud ein Foto von sich und ihrer Mutter Paula Yates (†41) auf Instagram hoch. Darunter schrieb Sie: „Ich und meine Mama“. Außerdem informierte sie ihre Freunde per SMS darüber, dass sie ihren Sohn Phaedra (1) gebadet habe.

19:01 Uhr: Peaches bat einen Freund per SMS, sie an zurufen.

19:14 Uhr: Das Model schaute sich auf ihrem Laptop eine Youtube-Show an: „Der Hundeflüsterer“.

19:45 Uhr: Peaches sprach zwölf Minuten und zehn Sekunden mit dem Freund, dem sie zuvor eine SMS schickte. Das ist der letzte nachweisbare Kontakt. Danach versuchten mehrere Personen sie zu erreichen, darunter auch ihr Ehemann Thomas Cohen. Um 21:48 Uhr versuchte er es zum letzten Mal vergeblich.

Am morgen des 7. Aprils:
Thomas Cohen versuchte vergeblich, seine Frau zu erreichen. Ein Nachbar und ein in der Nähe wohnender Hundebesitzer klingelten an der Tür – ohne Erfolg auf Einlass.

13:30 Uhr Thomas Cohen, seine Mutter Sue sowie Sohn Astala (2) trafen am Haus ein. Thomas betrat das Haus und ging nach oben. Er nahm an, dass seine Frau schläft, bis er sie tot im Gästezimmer auffand. Sie war in einer Ecke des Bettes auf dem Bauch zusammen gesackt. Thomas rief seine Mutter um Hilfe.

13:35: Sue benachrichtigte sofort den Notarzt. Thomas fand kurz danach seinen Sohn Phaedra. Während seine Mutter mit dem Notdienst redete, gab Thomas Informationen weiter. Er glaube, dass Peaches ein Überdosis Heroin genommen habe, sagte er.

13:55 Uhr: Die Polizei traf ein und wurde von Thomas zu Peaches gebracht. Als auch die Notfallsanitäter eintrafen, bestätigen diese, dass der Tod eingetreten sei.

Das trug Peaches zum Zeitpunkt ihres Todes
„Peaches trug ein graues Kleid und ein langärmeliges gestreiftes Top,“ heißt es in dem Bericht. Und weiter: „Peaches wurde an der Kante des Bettes gefunden, das linke Bein herunterhängend, das rechte unter ihren Körper gezogen. Sie lag zusammen gesackt auf dem Bauch, den linken Arm um einen offenen Laptop geschlungen.“

Die Fakten für eine Überdosis
Der Ermittler beschreibt folgendes: „Ebenfalls auf dem Bett befand sich eine kleine transparente Kappe, die wahrscheinlich zu einer Spritze gehörte. Unter dem Bett lag ein Teelöffel mit offensichtlichen Brandmarken und einer kleinen Menge eines braunen Reststoffes auf der Oberseite. Neben dem Bett und in Reichweite von Peaches fand sich ein offener brauner Karton mit Süßigkeiten; eine geöffnete Spritze fand sich in dem Karton. In der Hauptkammer fand sich eine kleine Menge brauner Reststoffe und und eine andere kleine Menge in der Kappe.“ Die Ermittlungen ergaben: „die braunen Reststoffe enthielten Spuren von Diamorphine (allgemein als Heroin bekannt). Außerdem befanden sich Einstiche in Peaches Armbeugen und in der linken Hand. Im Schlafzimmerschrank wurden 6,21 Gramm Diamorphin mit einem Reinheitsgehalt von 61 Prozent gefunden. Es wurde von Experten auf einen Gesamtwert von knapp 700 Euro geschätzt.

Woher Peaches die Drogen bezogen hat, bleibt bis jetzt noch ungeklärt.


Kommentare


Blogs