Zum Tod von Peaches Geldof
von Laura Pomer
Wie gefährlich waren ihre Extrem-Diäten?

„Ich habe das perfekte Leben“, bloggte Peaches Geldof kurz vor ihrem Tod. Doch obwohl das Muttersein sie emotional erfüllte, fehlte es ihr anscheinend an Selbstbewusstsein: Die 25-Jährige soll sich mit Extrem-Diäten zugrunde gerichtet haben.

  • Peaches Geldof: zu Tode gehungert?

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    Foto: Getty Images

    Peaches Geldof knapp zwei Wochen vor ihrem Tod. Seit Jahren eiferte sie einem zweifelhaften Schönheitsideal nach, mit knochigen Schultern und dünnen Beinchen






Am Montag wurde Peaches Geldof tot in ihrer Wohnung aufgefunden, die Hintergründe sind bislang unklar. Die Polizei fand keine harten Drogen, keinen Abschiedsbrief, keine sichtbaren Verletzungen – von einem Suizid ist also nicht auszugehen. Viel wahrscheinlicher: ein Selbstmord auf Raten. Extreme Diäten sollen das It-Girl dahingerafft haben, vermutet die britische „Daily Mail“.

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Eine Vertraute, Gerry Agar, verriet dem Blatt: „Die Esstörungen hatte sie von ihrer Mutter.“

Paula Yates (†41) war zwischen 1986 und 1996 mit Bob Geldof (62) verheiratet. Ihrer zweiten Tochter Peaches hat sie laut Agar weitere ungesunde Neigungen vererbt. „Sie beide nahmen Drogen“, erklärt die Familienfreundin gegenüber der „Daily Mail“. Und wie die Mutter habe auch das Kind enorme Probleme mit ihrem Selbstbewusstsein gehabt.

Schon im September 2011 erzählte Peaches Geldof im Interview mit dem Magazin „OK!“ von ihrer Ernährungsumstellung, mit der sie in kürzester Zeit einen Haufen Kilos losgeworden war: „Man ersetzt die drei täglichen Mahlzeiten durch Gemüsedrinks.“ Schon damals war Peaches erschreckend mager. In den folgenden Jahren nahm sie mehr und mehr ab.

STYLEBOOK wandte sich an Veronika Meier vom Center of Genetic Analysis and Prognosis (CoGAP) in Köln: Könnte Peaches' Extrem-Diät auf Dauer zum Tod geführt haben?

Die Antwort der Expertin: „Ja!“ Saft liefere nichts als Fruchtzucker und etwas Vitamin C. Überlebenswichtige Mineralstoffe und Spurenelemente fehlten, wie auch Energie aus Kohlenhydraten, Fetten und speziell Eiweißen. „Bekommt der Körper zu wenig davon, geht er an die eigenen Eiweißreserven, sprich: unsere Muskeln“, erklärt Meier. Und wenn erst der Herzmuskel zur Energiegewinnung herangezogen wird, kann das zum Herzstillstand führen.

Niemals sollte man eine Saft-Kur länger als zwei Wochen lang durchführen, warnt Meier. Schließlich nimmt man vermeintlich Gesundes zu sich und kommt gar nicht auf die Idee, sich so auf die Dauer ernsthaft zu schaden. „Obendrein können die Mangelerscheinungen vom Körper relativ lange kompensiert werden“, erklärt die Ernährungswissenschaftlerin.

Ab dem sogenannten „Point of no Return“ sei es für die Betroffenen zu spät, sich wieder aufzurappeln: „Sind die inneren Organe zu stark angegriffen, kann der Körper sich nicht wieder regenieren.“ Aufgenommene Nahrung wird nicht mehr verdaut, erklärt Meier.

Ob das der Grund für Peaches' mysteriösen Tod war? Die Bilder deuten zumindest daraufhin.



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