Neue Studie: Frauen kaufen weniger bei Magermodel-Werbung
Shoppen ist Kurvensache!

Dürre, schick, stylisch – und megaangesagt? Mitnichten! Frauen werden durch Model-Knochengerüste NICHT zum Kaufen von Klamotten angeregt, wie jetzt eine neue Studie beweist. Girls just wanna have fun! Und es ist kein Spaß, wenn man sich Stress wegen seiner Figur machen muss.

  • Foto: touchstone pictures

    Wie im Film…

    … „Shopaholic“: Frauen lieben Shopping, aber nur, wenn keine spindeldürren Models dafür Werbung machen

Das fand jetzt Modelagent Ben Berry raus, der eine genaue Kaufstudien betreiben wollte. Frauen fühlen sich nicht durch Size Zero zum Kaufen animiert, sondern greifen dann zu, wenn die Models eher so eine Figur haben, wie sie selbst. Berry beschreibt in der kanadischen „Elle“:

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Die Vielfalt macht's! Nicht nur dünne und auch nicht nur dickere Models erzielen Wirkung.

Frauen würden vielmehr nach ihrem Spiegelbild gehen. Je ähnlicher ihnen das Model sei, das für ein Outfit Werbung macht, desto besser würden die Klamotten verkauft. Frauen geben bis zu unglaublichen 300 Prozent (!) mehr aus, wenn die Models kurviger sind!

Diese Studie zeigt nicht nur, dass wir doch ganz normale Menschen sind und keine Laufsteg-Maschinen. Sondern auch, dass die Mode-Bibel „Vogue“ auf dem richtigen Weg ist. Denn die Chefredakteurinnen der internationalen Ausgaben unterzeichneten einen Sechs-Punkte-Kodex, in dem sie sich verpflichteten, keine Models mehr abzulichten, die unter 16 Jahre alt sind oder an Essstörungen leiden – zumindest nicht wissentlich.

Louisa von Minckwitz, Inhaberin der Modelagentur Louisa Models, meint dazu zu den „Stuttgarter Nachrichten“:

„Wir reden hier von einem Verzicht auf Zero-Size-Models, aber nicht davon, dass die Mädchen künftig mit Kleidergröße 44 auf den Laufstegen laufen. Designer wollen keine kurvigen, sexy Models, die mit ihrer Figur von den Kleidern ablenken. Für sie sind Models einfach nur Kleiderständer.“

Seit über zehn Jahren würden Designer ihre Musterkollektionen in immer kleineren Größen schicken und damit die Kleidergrößen der Models diktieren.

Auch Designer Marc Jacobs reagierte abweisend auf die „Vogue“-Initiative. Probleme wie Essstörungen könne man seiner Meinung nach nur mit Aufklärung und spiritueller Gesundheit bekämpfen, jedoch nicht mit Verboten.

Wenn ihn die Gesundheit der Models nicht überzeugt, dann vielleicht die harten Dollars, die er mehr verdienen könnte, wenn er normale Frauen über den Laufsteg spazieren ließe…

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