Nach „Nazi-Affäre“
John Galliano: 6.000 Euro Geldstrafe auf Bewährung

Der britische Modeschöpfer John Galliano ist wegen rassistischer Pöbeleien zu einer Geldstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Die Strafe wirkt sehr milde.

Ein winterlicher Cafébesuch in Paris sollte für Modeschöpfer John Galliano einen großen Karriere-Knick bedeuten. Im Februar hatte der 50-Jährige, betrunken und in Pöbellaune, ein Paar beschimpft und sich zu antisemitischen Äußerungen hinreißen lassen. In einem Videomitschnitt hörte man ihn Hitler-Sympathien lallen und Leute beleidigen.

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Die Wellen nach Bekanntwerden der „Nazi-Affäre“ schlugen hoch.

Im März 2011 wurde der Exzentriker nach 14 Jahren von seinem Posten als kreativer Direktor im Hause Dior enthoben – das war seine wohl härteste Strafe. Dem Briten drohten außerdem bis zu sechs Monate Haft und eine Geldstrafe von bis zu 22.500 Euro.

Dagegen scheint das jetzt verkündete Urteil sehr milde: Galliano wurde wegen rassistischer Pöbeleien zu einer Geldstrafe in Höhe von 6.000 Euro auf Bewährung verurteilt.

Für viele kam Gallianos Absturz nicht überraschend. Die Modejournalistin Madeleine Czigler, die seit mehr als 20 Jahren mit dem Designer zusammenarbeitet, sagte dem US-Magazin „People”: „John ist ein Genie, aber mit Problemen belastet. Wir sehen jemanden, der mit der Kombination aus Druck, Einsamkeit, Drogen und Alkohol nicht mehr zurechtkommt.” Galliano sei „ein unglaubliches Talent, das sich selbst zerstört hat.”

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