Foto: Michael Jason Enriquez

Promis im Stil der 20er-Jahre
Mugshots aus einer anderen Zeit

Art Déco, der „Great Gatsby“, die 20er-Jahre sind allgegenwärtig. Da kann man durchaus auf die Idee kommen, Fahndungsfotos von damals mit denen von heute zu kombinieren. Jetzt sehen die Promis zwar aus wie ihre ehrenwerten Ur-Großeltern, weniger schuldig sind sie deshalb jedoch nicht.

  • 1/9

    Foto: Michael Jason Enriquez

    Paris Hilton

    2007, 2008, 2010. Das Party-Girl wurde insgesamt dreimal verhaftet, u.a. wegen Drogenbesitzes. In den USA hat sie deshalb den Spitznamen „Jailbird“



„Mugshots“ (deutsch: „Kopfbilder“ – nicht zu verwechseln mit „Kopfschüssen“), das sind die unschönen Schnappschüsse von Promille-Opfern oder Sonst-was-Sündern, die in den USA kurz nach deren Verhaftung aufgenommen und auch von den Medien veröffentlicht werden.

Anzeige

Unschön, weil unangenehm für die Verhafteten, andererseits aber auch wunderbar menschlich. Erst recht, wenn es sich bei den schwarzen Schafen um prominente schwarze Schafe handelt. Im erbarmungslosen Scheinwerferlicht amerikanischer Polizeireviere kommt in Sekundenschnelle zum Vorschein, was uns selbst auf ausgedehnten Gala-Auftritten verborgen bleibt: die ungeschminkte Wahrheit!

Als ihm kürzlich Mugshots aus den 20er-Jahren in die Hände fielen, kam Michaelo Jason Enriquez, Student der schönen Künste und Praktikant in einer Werbeagentur in Santa Monica, auf die Idee, Polizeibilder von Stars wie wir sie kennen, mit denen aus dem vergangenen Jahrhundert zu kombinieren.

Denn Mugshots gibt es schon fast so lange wie die Verbrecherjagd an sich. Erfunden hat die „Kopfbilder“ Allan Pinkerton, ein U.S. Detektiv aus dem 19. Jahrhundert, indem er mit seiner Detektei Polizeifotos auf „Wanted-Postern“ im Stil der Wild-West-Tage veröffentlichte.

Bevor die Computertechnologie es erlaubte, alle relevanten Daten am Bildrand einzublenden, hielten die Verhafteten ein Schild mit Name, Geburtstag, Insassennummer und sogar Gewichtsangaben in der Hand. Michaelo Jason Enriquez hat diese Informationen als Elemente alter Kreidetafeln in seine Werke mit aufgenommen. Das lässt seine Bilder authentisch, stilecht und ja, beinahe zeitgemäß wirken.

Doch der Schein trügt! So elegant und unschuldig die Promis auf den Mugshot-Kunstwerken rüberkommen, angesichts der Gesetzesverstöße, die ihnen wirklich vorgeworfen wurden, sahen sie ganz schön alt aus!

Erkennen Sie, die Knast-Omis und Opis? Testen sie ihr „Kunstverständnis“ in unserer „Polizeikartei“.

Kommentare


Blogs