Taktlose T-Shirt-Botschaft
Sauberfrau Meryl Streep erntet Shitstorm

Meryl Streep (66) und ihre Co-Stars aus dem neuen Film „Suffragetten – Taten statt Worte“ hatten vermutlich nichts Böses im Sinn, als sie sich in T-Shirts mit dem Aufdruck „I‘d rather be a rebel than a slave“ ablichten ließen. Doch der Spruch kommt im Netz gar nicht gut an.

„Ich möchte lieber eine Rebellin, als eine Sklavin sein“, so das gekürzte Zitat der Frauenrechtlerin Emmeline Pankhurst auf Deutsch. Ein Wording, das von zahlreichen Fans als taktlos eingestuft wird – besonders das Wort „Sklave“ weckt bei vielen Erinnerungen an die US-amerikanische Geschichte.

  • Meryl Streep

    Foto: Getty Images

    Gegen Meryl Streep tobt derzeit ein wahrer Shitstorm

Shitstorm vorprogrammiert
Meryl Streep, Carey Mulligan (30), Romola Garai (33) und Anne-Marie Duff (44) – allesamt weiße Frauen – präsentieren diesen nicht sonderlich zeitgemäßen Spruch im „Time Out London“-Magazin und ernten dafür nun einen waschechten Shitstorm. „Meryl Streep weiß nicht, wie das Label ‚Sklave‘ Menschen verfolgt, deshalb ist sie auch in der Lage, beim Tragen dieses Shirts zu lachen“, schimpft eine Userin.

„Während dieses Fotoshootings saß eine schwarze Praktikantin in der hinteren Ecke und hat nur ihren Kopf geschüttelt“, witzelt ein anderer Nutzer. Und ein weiterer Kritiker meint: „Meryl Streep hätte es besser wissen müssen und wenn nicht sie, dann zumindest ihr Presseagent.“

Feminismus ist nicht nur für weiße Frauen
In ihrem neuen Film „Suffragetten – Taten statt Worte“ spielt die mehrfache Oscar-Preisträgerin die britische Frauenrechtlerin Emmeline Pankhurst, von der das viel diskutierte Zitat stammt. Sie war Teil der Suffragetten. Dabei handelt es sich um eine Frauenrechtsbewegung in den USA und Großbritannien zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Was in den Augen vieler Kritiker nur zur Taktlosigkeit von Meryls Shirt beiträgt: Die frühen Suffragetten waren weiße Frauen, die dunkelhäutige Frauen ausschlossen und diskriminierten. „Das Zitat ergibt Sinn. Sie haben sich schon damals nicht für die Stimme der schwarzen Frau interessiert“, so ein sarkastischer Kommentar.

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