Männermagazin wird jetzt brav
Playboy zeigt keine Nackten mehr

Eine Ära geht zu Ende: Der „Playboy“ wird künftig keine Nacktfotos mehr zeigen. In Zeiten des Internets seien diese einfach nicht mehr so gefragt.

Im März 2016 soll es so weit sein: „Playboy“ wird ohne Fotos von nackten Frauen auskommen. Das Magazin soll sich dann an junge, berufstätige Männer richten und mit Artikeln überzeugen. Die klassische Ausrede „Ich lese den ‚Playboy‘ nur wegen der Artikel“ dürfte künftig also tatsächlich ziehen.

  • Elle Macpherson

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    Foto: Playboy

    Mai 1994

    Klar, dass eine Frau, die dank ihres makellosen Körpers den Spitznamen „The Body“ trägt, auf das Cover des „Playboy“ gehört: Das australische Topmodel Elle Macpherson (50) räkelte sich nur in Strumpfhosen auf dem Titel

Nacktfotos nur noch im Internet
In Zeiten, in denen das Internet unbegrenzten Zugang auf Pornografie biete – noch dazu umsonst – sei das Konzept der nackten Frauen im Magazin schlicht überholt. „Du bist nur noch einen Gratis-Click von jeder sexuellen Handlung entfernt, die du dir vorstellen kannst“, erklärt „Playboy“-CEO Scott Flanders im Interview mit „New York Times“. Trotz allem solle es weiterhin ein Playmate des Monats und „provokative“ Bilder von Frauen geben. „Mein zwölf Jahre altes Ich ist sehr enttäuscht von meinem aktuellen Ich. Aber es ist die richtige Entscheidung“, gab Chief Content Officer Cory Jones zu.

Hugh Hefner gibt grünes Licht
Im Jahr 1975 hatte die US-Ausgabe des „Playboy“ eine Auflage von 5,6 Millionen, heute seien es gerade noch 800.000 Magazine, die monatlich über den Ladentisch gehen. Das Magazin existiere lediglich noch als Herzstück der lukrativen Marke „Playboy“. „Playboy“-Gründer Hugh Hefner wurde die Idee zur Neuausrichtung im vergangenen Monat vorgestellt – überraschenderweise stimmte er dem Konzept zu. Hefner ist mittlerweile 89 Jahre alt und mit seiner dritten Frau Crystal Harris (29) verheiratet.

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