Gericht an der Nase herumgeführt
Lindsay Lohan schwänzt Sozialdienst

Müll sammeln oder Graffiti wegputzen? Darauf hat Lindsay Lohan (28) offenbar keine Lust. Ihre gemeinnützige Arbeit erledigt die Schauspielerin auf Bewährung lieber am Theater oder auf Charity-Partys. Der Richter hat etwas dagegen. Verständlich!

Obwohl sie von einem US-Gericht verurteilt wurde, darf Lindsay Lohan ihre Bewährungsauflagen in London erfüllen, um dort ihrem Job am Theater nachzugehen. Teil der Abmachung sei es, dass die Skandalnudel in ihrer neuen Heimat 240 Stunden Sozialdienst ableistet. Wie genau sie das spielend leicht neben dem Engagement am Theater anstellt?  Staatsanwalt Terry White hat da eine Vermutung: Es scheint als hätte Lindsay Lohan bei ihrer gemeinnützigen Organisation einen Stein im Brett.

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Dubiose Zeitplanung
Der Anwalt soll sich durch LiLos Unterlagen gekämpft und einige überraschende Erkenntnisse zutage gefördert haben. An einem Tag ließ sich der gestrauchelte Kinderstar etwa sechs Stunden Dienst gutschreiben, berichtet „TMZ“ – vier davon seien allein für zwei Vorstellungen am Londoner West End draufgegangen, zwei weitere Stunden dauerte ein anschließendes Meet and Greet.

Zu einer anderen Gelegenheit hätte Lindsay ihren gemeinnützigen Dienst planmäßig von 11 bis 15 Uhr absolviert. Der Haken an der Sache? Um Punkt 15 Uhr desselben Tages stand sie für ihr Stück „Speed-the-Plow“ auf der Bühne. Auf Nachfrage beim Produzenten des Stücks erfuhr White, dass die Schauspieler mindestens 35 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Theater erscheinen müssen, zudem habe Lindsay Lohan einen Anfahrtsweg von rund 10 Kilometern.

Verdächtige Spendengelder
Dass sich Terry White ihren Dienstplan genauer angesehen hat, könnte Lindsay Lohan selbst provoziert haben. Er sei hellhörig geworden, als bekannt wurde, dass sie ihrem gemeinnützigen Verein eine beträchtliche Summe aus ihrem Privatvermögen gespendet hat. Der Staatsanwalt wolle nun eine erneute Anhörung ansetzen, um die Geschichte zu klären.


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