Lohan überzeugt in Erotik-Thriller „The Canyons“
von Julia Wagner
Lindsay – auf der Leinwand ganz gross

Endlich wieder mal eine positive Schlagzeile von Lindsay Lohan (27): „The Canyons“-Regisseur Paul Schrader lobt die Schauspielerin und vergleicht sie mit der verstorbenen Filmikone Marilyn Monroe (†36). Auch wenn die Zusammenarbeit alles andere als einfach gewesen sein soll.

  • Lindsay Lohan in „The Canyons“

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    Foto: Sodium Fox

    Lindsay Lohan überzeugt in dem Erotik-Streifen „The Canyons“ als Tara, die erfolglos versucht, in L.A. als Schauspielerin Fuß zu fassen…

Lindsay Lohan hat sich sicher einen lustigeren 27. Geburtstag vorgestellt. Feiern musste sie diesen nämlich in der Cliffside Malibu Rehab, wo sie eine 90-tägige Entziehungskur absolvieren muss. Das Gericht hatte sie dazu verdonnert. Der Grund: Sie hatte gelogen und behauptet, nicht der Fahrer eines Unfallwagens gewesen zu sein. 

Es sind leider solche und ähnliche Schlagzeilen, welche die Berichterstattung über Lohan beherrschen. Darüber vergisst man aber leicht, dass Lindsay eigentlich Schaupielerin ist. Und eine ziemlich gute obendrein.

Das beweist sie jetzt in dem Streifen „The Canyons“ (läuft am 2. August in den USA an) von Star-Regisseur Paul Schrader, in dem sie an der Seite von Pornodarsteller James Deen die Freundin eines Filmemachers spielt. Schrader war jedenfalls von Lindsays Leistung begeistert.


„Ich finde, dass Lohan mehr natürliches Schauspieltalent hat, als Monroe. Doch wie bei Marilyn ist es ihre Schwäche, es zu faken. Sie glaubt, eine Emotion fühlen zu müssen, um sie spielen zu können“, so der Regisseur. Diese Eigenschaft führt allerdings zu jeder Menge Probleme am Set wie Verspätungen und Melodramen.

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Schrader empfand die Zusammenarbeit trotzdem als Vergnügen, obwohl sie laut seiner Aussage mit „Langsamkeit, Unberechenbarkeit, Wutanfällen, Fehlzeiten und Psychodramen“ belastet war. „Es gab Tage, da schrie sie herum wie ein kleines Kind und wollte ihre Garderobe nicht verlassen“, bestätigt auch Filmkollege James Deen. Doch das Talent Lohans war dem Regisseur wichtiger als ihr Verhalten. „All das Drama, die Verrücktheit, der Stress – das bedeutet wenig. Ein Regisseur kann bei Fehlverhalten drehen, aber er kann nicht bei fehlendem Charisma filmen“, so Schrader. Er glaubt jedenfalls fest an die Schauspielerin und hofft, dass es für sie „einfacher wäre“.
 
Wir würden Lindsay wünschen, dass noch mehr Kollegen fest an ihr Talent glauben. Vielleicht klappt’s dann ja auch wieder besser mit der Karriere. Denn auch wenn Lindsay im Privatleben floppt, auf der Leinwand ist sie top.


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