Karl Lagerfeld fotografierte seine Katze für die neue Opel-Kampagne

Foto: GM Company

Das große Miezen-Interview mit Karl Lagerfeld!
von Carolin Dendler
„Choupette ist die berühmteste Katze der Welt“

Karl Lagerfeld ist ein Marketing-Genie und komplett seiner Miezekatze Choupette verfallen. Neuer Coup: Er setzte seine Birma-Katze für die Kampagne vom Autohersteller Opel in Szene. Kater Karl ist total verschnurrt: Er nennt Choupette schlicht „die berühmteste Katze der Welt.“ STYLEBOOK.de erklärte er, warum sein Pfoten-Liebling so in Mode ist.

  • Choupette für Opel

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    Foto: GM Company

    Katze Choupette macht jetzt Werbung für den neuen Opel Corsa

Wahrscheinlich ist Choupette auch die teuerste Katze der Welt, aber über Geld spricht Karl Lagerfeld nie. Die Gage für die Opel-Kampagne ist selbstverständlich streng geheim. Lagerfeld hat in einem Pariser Studio die Streifzüge von Choupette durch den neuen Corsa begleitet. Und festgehalten, wie der vierbeinige Star – dem bei Twitter derzeit 42.000 Fans folgen – mit strahlend blauen Augen alle Details des neuen Opel erkundet. Ob mit den Samtpfoten am Lenkrad, beim Sprung von der Motorhaube oder bei der Verschnaufpause im Kindersitz.

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Choupette ist sein „Baby“. Lagerfeld sagt selbst: „Sie ist wie eine Prinzessin. Ihre beiden Katzen-Zofen betüdeln sie, sie isst von silbernen Tellern. Ich bin ganz vernarrt in sie, total verrückt. Sie hat ihre eigene Beauty-Linie bei Shu Uemura. Es gibt sogar Pläne, dass sie der Star einer eigenen Beautyprodukt-Serie wird. Choupette hat ja so schöne blaue Augen.“ Der Star-Designer weiter: „Sie ist so elegant. Ich habe etwa 2000 Fotos von ihr auf dem Handy.“
 
DAS KATZEN-INTERVIEW
 
STYLEBOOK.de: Sie haben zwei Angestellte, die sich nur um dieses Kätzchen kümmern. Wie wird man Katzenzofe bei Lagerfeld?
Karl Lagerfeld: „Die Frauen kümmern sich auch um andere Sachen im Haus. Aber wenn ich nicht da bin, führen sie Katzen-Tagebuch. Sie notieren, was Choupette gemacht hat. Hat sie gut geschlafen, gegessen, Popo gemacht? Und sie schicken mir Fotos. So kann ich genau sehen, was das gute Kind gemacht hat. Sie ist schrecklich verwöhnt. Isst von silbernen Tellern, bekommt besondere Kroketten mit Soße und Vitaminen drin. Und liebt es, mit viereckigen Würfeln aus Nerz zu spielen. Die sind von Fendi. Ich finde das alles sehr witzig – und dann doch auch zum Heulen.“

STYLEBOOK.de: Warum zum Heulen?
Karl Lagerfeld: „Freundinnen von mir, ein lesbisches Paar, hatten eine Katze. Ich fand, die waren total hysterisch mit dem Tier. Und jetzt bin ich noch viel schlimmer.“

Karl Lagerfeld sitzt aufrecht an seinem weißen Schreibtisch. Vor ihm liegen Zeichenpapier und gespitzte Wachsmalkreide. Er trinkt Cola light aus einem Kelch, den er selbst entworfen hat. Er zeigt mir Handy-Fotos von Choupette und erzählt, wie er die Katze seinem jungen Freund Baptiste „geklaut“ hat. („Er gab sie mir in Pflege über Weihnachten und ich hab sie einfach nicht zurückgegeben.“)

STYLEBOOK.de: Darf Choupette eigentlich in Ihrem Bett schlafen?
Karl Lagerfeld: „Auf dem Bett ja, aber am Fußende. Weil ich sonst Angst hätte, ich würde sie kaputt drücken. Sie ist immer bei mir. Ich genieße ihre Gesellschaft. Am Wochenende spreche ich nicht gern. Bin allein mit ihr und Bergen von Zeitschriften. Wunderbar. Ich lasse niemanden sonst in meine Wohnung.“

STYLEBOOK.de: Was machen Sie als nächstes? Couture für Katzen?
Karl Lagerfeld: „Nie. Angezogene Tiere finde ich entsetzlich. Und Choupette hat so ein schönes weißes Fell! Wir Menschen sehen nackt schon mal leicht erbärmlich aus. Es ist besser, wenn wir uns bekleiden.“
 

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