Jennifer Lawrence spricht über Nacktfoto-Skandal
„Das ist sexueller Missbrauch“

Bislang ließ Jennifer Lawrence (24) zu den kürzlich veröffentlichten Nacktfotos nur ihre Anwälte sprechen. In einem ersten Interview wendet sich die Schauspielerin nun zum ersten Mal direkt an die Öffentlichkeit und findet drastische Worte.

Noch vor Kurzem galt Jennifer Lawrence als America's Sweetheart, umso schockierter war die Welt über den Nacktfoto-Skandal: Unbekannte Hacker hatten sehr pikante Bilder der Darstellerin ins Netz gestellt. Einige Wochen später findet die Oscarpreisträgerin endlich die richtigen Worte, um ihre Peiniger an den Pranger zu stellen. „Nur weil ich eine Person des öffentlichen Lebens, nur weil ich eine Schauspielerin bin, heißt es nicht, dass ich darum gebeten habe“, ärgert sich JLaw im Interview mit „Vanity Fair“.

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„Es ist mein Körper und es sollte meine Entscheidung sein. Die Tatsache, dass es nicht meine Entscheidung war, ist absolut widerwärtig. Ich kann nicht glauben, dass wir in so einer Welt leben“, erklärt sie weiter. Nach der Enthüllung der Nacktfotos sei Jennifer Lawrence geschockt gewesen. „Ich hatte so eine Angst. Ich wusste nicht, welchen Einfluss das auf meine Karriere haben wird.“ Sie habe sogar versucht, ein persönliches Statement zu verfassen, Tränen und Wut hätten ihr das aber unmöglich gemacht. „Ich habe angefangen, eine Entschuldigung zu schreiben, aber ich habe nichts, für das ich mich entschuldigen muss“, stellt die „Die Tribute von Panem“-Darstellerin klar.

Die Nacktbilder seien für ihren damaligen Freund bestimmt gewesen: „Ich war vier Jahre lang in einer liebevollen, gesunden, fantastischen Beziehung. Es war eine Fernbeziehung und entweder dein Freund schaut sich Pornos an oder dich.“

Die Hacker, die ihre Nacktfotos im Internet veröffentlichten, sind für Jennifer Lawrence Kriminelle: „Es ist kein Skandal. Es ist ein Sexualverbrechen. Es ist sexueller Missbrauch.“ Entsprechend fordert sie rechtliche Konsequenzen: „Das Gesetz muss sich ändern und wir müssen uns ändern.“ Auch die Internetseiten, die die Fotos zeigten, trügen Verantwortung. Google wird von mehreren Hollywoodstars derzeit mit einer 100-Millionen-Dollar schweren Sammelklage bedroht. Dass diese aus dem sexuellen Missbrauch eines anderen Menschen Profit schlagen, findet die Freundin von Chris Martin (37) unmenschlich. Aber auch die User sind in ihren Augen Mittäter: „Jeder, der sich diese Bilder angeschaut hat, setzt eine sexuelle Straftat fort.“


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