Zum 60. Geburtstag von Jean Paul Gaultier
Der Mann, der Madonnas Busen spitz machte

Joyeux anniversaire, Jean Paul Gaultier! Am 24. April wurde der Modeschöpfer 60 Jahre alt. Davon hat er 42 in der Fashion-Branche gearbeitet, sie maßgeblich beeinflusst und durcheinander gewirbelt.

  • Jean Paul Gaultier

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    Foto: Getty Images

    Happy Birthday, Jean Paul Gautier. Der französische Star-Designer wird 60 Jahre alt

Jean Paul Gaultier? Dazu fällt uns viel ein: Er hat den Marinelook zurück in die Mode gebracht, Unterwäsche alltagstauglich werden lassen, geschlechterspezifisches Kleiden aufgelöst und er selbst ist längst eine Ikone.

Dabei hatte er nicht den klassischen Weg gewählt. Er besuchte keine Modeschule, wurde nicht herkömmlich unterrichtet – er war ein Naturtalent. So schickte er dem Couturier Pierre Cardin im Jahre 1970 ein paar seiner Entwürfe. Von Mut und Talent des 18-Jährigen begeistert, stellte der ihn als seinen Assistenten ein. Gaultiers erster Schritt in die richtige Richtung.

1976 dann gründete er sein eigenes Label.

Seine Mode ließ die Franzosen erst aufschreien, dann aufjubeln. Er ignorierte die bis dahin von Couturiers formulierten Regeln, Weiblichkeit zu inszenieren. Zu Beginn der 80er-Jahre erfand er eine Riege von Korsetts, die den Körper der Frau umspielten, hervorhoben und nicht einschnürten – die Variante mit eingearbeitetem Spitz-BH sollte ihn weltberühmt machen.

Bei ihrer „Blonde Ambition“-Tour 1990 trug nämlich keine Geringere als Madonna eine seiner wahnwitzigen Korsett-Kreationen, sorgte für Rummel um ihre Person und ja, auch um ihren Busen.

Laut Jean Paul Gaultier verkörpert die Brust übrigens Kraft und ist die Waffe der Weiblichkeit.

In den Jahren danach arbeitete Gaultier immer wieder als Kostümdesigner. War unter anderem für die futuristischen Kleider im Luc-Besson-Film „Das fünfte Element“ verantwortlich, kleidete Kylie Minogue und Marilyn Manson für Auftritte ein.

Ab 1997 sorgte JPG außerhalb des Show-Business mit einer Couture-Kollektion unter seinem eigenen Namen für eine gehörige Portion Kitsch auf den Pariser Catwalks und hauchte dem Traditionshaus Hermès von 2003-2010 als Kreativ-Direktor neues Leben ein.

Ein Highlight der jüngsten Zeit: seine Couture-Kollektion Herbst/Winter 2012/2013, in der er der verstorbenen Sängerin Amy Winehouse mit Look-alike-Models Tribut zollte.

Wir hoffen auf noch viele weitere Jahre mit dem Bad Boy der französischen Mode und erheben die Gläser – à votre santé!

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