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Was dem Rapper außer Tidal noch alles gehört?
Das Mega-Millionen-Imperium von Jay Z

Ein Mann, der Königin Beyoncé (33) würdig wäre, hat natürlich einiges drauf. So ist ihr Gatte Jay Z (45) mehr als „nur“ mega-erfolgreicher Rap-Musiker und Produzent – der Begriff „Unternehmer“ wäre stark untertrieben. Sein neuester Wurf: der Streaming-Dienst Tidal, bei dem auch Superstars à la Kanye West (37) und Madonna (56) mitmachen. Natürlich ist auch ein edler Tropfen zum Anstoßen schon in seinem Besitz...

Streaming-Dienste sind auf dem Vormarsch – ein lukratives Geschäft, das Großunternehmer Jay Z seit Monaten nicht tatenlos beobachtet. So stellte er am Montagabend in New York konkrete Pläne für sein eigenes Streaming-Projekt Tidal vor, das er kürzlich für knapp 52 Millionen Euro von der schwedischen Unternehmensmutter Aspiro erworben hat. Und das Investment will sich gelohnt haben: Tidal sei die „Zukunft der Musik“, behauptete Aspiro-Managerin Vania Schlogel im Rahmen der Präsentation. Und mit dieser Überzeugung ist sie nicht alleine.

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Das Besondere an Tidal
Neben Gattin Beyoncé konnte Jay-Z eine Vielzahl großer Musiker ins Boot holen, darunter Madonna, Kanye West, Rihanna (27), Nicki Minaj (32), die Band Coldplay und viele mehr. Dabei gehe ihre Mission über Kommerz und Technologie hinaus, wie Sängerin Alicia Keys (34) erklärte: Tidal sei der erste Streaming-Dienst, bei dem allein die Musik im Vordergrund stehe und die Künstler zugleich Eigentümer seien. Der Dienst ist schon jetzt in 31 Ländern verfügbar, darunter auch in Deutschland für knapp 20 Euro im Monat. Doch auch wenn Tidal etwas teurer ist, will es dem etablierten Spotify bald den Rang ablaufen. Einen ersten Hinweis darauf gibt es bereits: Sängerin Taylor Swift (25), die ihren Spotify-Vertrag beendete und ihre Alben nun exklusiv über „Jiggas“ Flatrate-Service streamen lässt.

Bei einem laut „Forbes“ geschätzten Vermögen von ca. 480 Millionen Euro ist das nicht die einzige Geldquelle des Rappers. Ein Überblick über sein Imperium:

Das Plattenlabel Roc Nation gründete Jay Z 2008. Hier hat er als Produzent erfolgreiche Künstler wie Sängerin Rita Ora (24) unter Vertrag, als Manager betreut er eine Vielzahl weiterer Songwriter, DJs und Interpreten à la Shakira (38), Rihanna und The Ting Tings.

Roc Nation Sports, seine eigene Sportler-Management-Firma, rief er 2013 ins Leben. Hier arbeitet er mit inzwischen 30 hochkarätigen Profi-Sportlern aus den Bereichen Baseball, Basketball, American Football und Boxen zusammen

Das Modelabel Rocawear gründete Jay Z 1999 gemeinsam mit seinem Kumpel Damon Dash (43). Mit Streetwear, Turnschuhen und Accessoires sollen die beiden jährlich über 645 Millionen Euro erwirtschaftet haben; 2007 verkauften sie die Marke für knapp 188 Millionen an die Iconix Brand Group. Bis heute ist Jay Z an Marketing-Entscheidungen beteiligt – und natürlich auch am Gewinn.

Er hält Anteile des Barclays Centers, eine Mehrzweckarena in Brooklyn, wo Jay Z zur feierlichen Eröffnung 2012 ein Konzert gegeben hat – und übrigens auch Rocawear-Kleidung verkauft wird.

Er besitzt einen eigenen Nachtclub: das „40/40“ in New York, in den Musiker gerne zur After-Show-Party einladen.

Ihm gehört die Champagne-Marke Armand de Brignac, ein besonders edles Tröpfchen – zumindest ein großer Teil davon. Im vergangenen November soll er ein „signifikantes“ Investment getätigt haben, wie eine Firmensprecherin in einem offiziellen Statement verkündet.

Und womöglich hat Jay Z ein weiteres, eher unerwartetes Ass im Ärmel: Angeblich will Formel-1-Rennfahrer Lewis Hamilton (30) künftig Musik machen. Er selbst heizte die Gerüchte vor wenigen Wochen an, als er auf Instagram ein Bild von sich im Tonstudio postete, mit dem Kommentar: „Wenn ich nicht gerade im Auto sitze, ist das mein Lieblingsplatz.“ Wie die britische „The Sun“ berichtet, sei die Frage nach der geeigneten Platten-Firma bereits geklärt: Angeblich hat Jay Z‘s Label Roc Nation den Rap-Neueinsteiger schon unter Vertrag. Wo und womit die beiden darauf angestoßen haben, können wir uns denken ...


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