Model Daisy Lowe im STYLEBOOK Interview
von Julia Wagner
„Ich glaube nicht ans Hungern“

It-Girl Daisy Lowe (25) ist zwar ein gut gebuchtes Model – die typischen Modelmaße hat sie trotzdem nicht. Dafür liebt Daisy Essen einfach viel zu sehr. STYLEBOOK erklärte sie, warum man kein Hungerhaken für die neuen Sommer-Trends sein muss – und warum auch sie die Panik vor der Bikinisaison ereilt.

Daisy Lowe ist das, was man ein typisches It-Girl nennt. Ihre Mutter Pearl Lowe (44) ist Designerin und Ex-Groupie, Vater Gavin Rossdale (48) als Rockmusiker und Ehemann von Gwen Stefani bekannt. Kein Wunder also, dass Daisy schon früh zur Londoner Szene gehörte. Mit 14 begann sie zu modeln, posierte mit 16 bereits lasziv an der Seite von Peaches Geldof (†25) für das Unterwäsche-Label Agent Provocateur und sammelte mit 18 erste Erfahrungen vor der TV-Kamera.

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Was sie von anderen It-Girls unterscheidet? Daisy ist auf dem Boden geblieben – und lässt sich auch nicht verbiegen. Ein Hungerhaken war das Model nie. Sie gibt selbst zu, in einige Klamotten ihrer Kolleginnen nicht reinzupassen. Trotzdem ist ihr ein guter Sonntagsbraten noch immer lieber als jede Diät.

STYLEBOOK traf Daisy anlässlich des Jimmy Choo & Mytheresa Dinners in Berlin, zu dem sie als prominenter Gast neben John Tyler von Duran Duran (53), Atlanta de Cadenet (21) oder Schauspielerin Friedericke Kempter (34) eingeladen war. Zwischen Hauptgang und Dessert plauderten wir mit ihr über Sommerstyles und Figurprobleme:

STYLEBOOK: Daisy, was sind Ihre Must-Haves für diesen Sommer?
Daisy Lowe: Ich bin ein großer Fan von 90er-Grunge-Blumenkleidern, ich liebe High Waist Maxi-Röcke zu CroppedTops und Denim Shorts. Und ich trage oft Ballerinas, habe mir gerade glitzernde von Jimmy Choo gekauft. Ich trage aber nie Flip Flops. Erstens finde ich meine Zehen hässlich. Und zweitens finde ich das in einer schmutzigen Großstadt wie London, wo ich lebe, unhygienisch. Bei schmutzigen Füßen ticke ich aus.

Finden Sie, dass Cropped Tops und Jeans-Shorts nur etwas für extrem schlanke Frauen sind?
Nein, gar nicht. Natürlich ist es wichtig, sich so anzuziehen, dass es der Figur schmeichelt. Aber kurvige Frauen mit einer großen Oberweite sehen meiner Meinung nach toll in Cropped Tops aus, wenn sie dazu einen Maxi-Rock tragen. Wir sollten doch stolz auf unsere Weiblichkeit sein und diese zeigen – und wenn es heiß wird, dann ist dafür doch die beste Zeit.

Gehören Sie auch zu den Frauen, die der Sommeranfang in Panik versetzt?
Oh ja! Ich weiß dann erst mal nicht, was ich anziehen soll und würde mich am liebsten in ein langärmeliges Shirt und Jeans hüllen. Aber ehrlich gesagt, habe ich jeden Tag diese Panik.

Wie bereiten Sie sich denn auf die Sommersaison vor?
Ich versuche eigentlich immer auf meinen Körper zu achten, das muss ich ja schon für meinen Job machen. Leider liebe ich Essen. Im Winter habe ich Zuhause in London immer recht üppige Mahlzeiten wie Hühnchen mit Bratkartoffeln. Wenn es recht heiß ist, reicht mir aber glücklicherweise oft schon ein Salat. Vor einem Jahr habe ich herausgefunden, dass ich eine Weizen-Allergie und eine Lactose-Intoleranz habe und raffinierten Zucker vermeiden sollte. Ich versuche mich daran zu halten, aber ich bin auch nicht perfekt. Zum Dinner hatte ich gerade eben Brot. Es schmeckt einfach zu gut. Ich glaube nicht ans Hungern!

Treiben Sie Sport?
Ich gehe zwei bis drei Mal pro Woche schwimmen, das ist super, wenn man zu Wassereinlagerungen und Cellulite neigt wie ich. Schwimmen wirkt entschlackend.

Wurde Ihnen für einen Model-Job schon mal eine Diät nahegelegt?
Mir wird eigentlich ständig geraten, Gewicht zu verlieren. Aber ich finde es wichtig, sich als Model für mehr feminine Formen einzusetzen. Die Leute legen generell zu viel Wert darauf, dünn zu sein. Dabei ist Weiblichkeit doch so toll und wir sollten sie nicht verschwenden. Wir sollten endlich wieder anfangen, unsere Kurven zu lieben. Das macht uns doch zu Frauen, die Kinder austragen können. Ist doch unglaublich, dass wir das können. 

Woher kommt ihr Selbstvertrauen?
An dem muss ich jeden Tag aufs Neue arbeiten. Es ist ganz schön schwierig in unserer heutigen Gesellschaft selbstbewusst zu sein. Aber je älter ich werde, desto einfacher wird es, weil ich mich immer wohler in meiner Haut fühle. Ich denke mir heute, dass es okay ist, dass an mir etwas mehr dran ist und ich kurviger als andere Models bin. Je besser man sich fühlt, desto besser sieht man ja auch aus und fühlt sich wohler in seinen Klamotten. Wer sich unwohl fühlt, dem sieht man das leider an. Da kann man anziehen, was man will.

Was raten Sie Frauen, um ihr Selbstbewusstsein zu stärken?
Bestätigung ist das einzige, was wirklich hilft. Ich sage mir gerne vor „Nur Gutes wird dir passieren“. Am besten sagt man das so oft, bis man es wirklich glaubt und fühlt. Hört sich komisch an, hilft aber. 

Ihr ultimativer Fashion-Tipp?
Verlassen Sie niemals das Haus verlassen, wenn Sie sich nicht zu 100 Prozent wohlfühlen in einem Outfit. Und checken Sie Ihr Outfit in hellem Licht. Ich denke mir Zuhause auch oft, dass mein Look cool ist – und später bemerke ich, dass im grellen Blitzlicht plötzlich meine Klamotten sehr durchsichtig sind (lacht)




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