Ihre Musik macht atemlos
Achtung, Helene Fischer: Hier kommt Kerstin Ott

Ihr Schlager-Song läuft in den Clubs und im Radio rauf und runter und alle gröhlen mit, auf den deutschen Single-Charts steht er bereits auf Platz zwei! Nein, die Rede ist ausnahmsweise nicht von Helene Fischer (31), sondern einer Kollegin: Kerstin Ott (34). Und die hat der Superblondine zumindest in Sachen Authentizität einiges voraus.

Dass man gerne Schlager hört, gibt man inzwischen ohne falsche Scham zu – dank Helene Fischer, die das deutsche Kulturgut mit glamourösen Bühnenoutfits, Gesangstalent und, ja, nicht zuletzt ihrem mehrköpfigen Profi-Management aus seiner staubigen Ecke geholt hat. Seit ihr gröhlt man laut mit, wenn eingängige Texte mit Après-Ski-Touch aus den Boxen erklingen, so auch beim Hit „Die immer lacht“. Aber pssst: Der ist gar nicht von der schönen Helene...

  • Kerstin Ott

    Foto: nona photography

    Äußerlich eher nicht mit Schlager-Queen Helene Fischer zu vergleichen, kann sie in Sachen Chart-Erfolg umso mehr mithalten: Kerstin Ott, die schon in ihrer Kindheit im Chor und bei Talentwettbewerben gesungen hat. Ihr aktueller Hit kam trotzdem überraschend

Plötzlich im Pop-Himmel
Optisch vielleicht nicht unbedingt „Die neue Helene Fischer“ räumt Kerstin Ott das Schlagerfeld gerade von hinten auf – dabei hat sie das eigentlich nie beabsichtigt. Umso mehr war die Hobbymusikerin aus Norddeutschland selbst überrascht, als sie ihren Song, unterlegt mit tanzbaren Beats, im Radio hörte. In Windeseile stiegt der Track in die Top-20 der deutschen Charts ein – dabei hat sie damals, als sie die Zeilen niederschrieb, etwas völlig anderes im Sinn gehabt.

Eigentlich eine traurige Geschichte
Gewidmet waren Kerstin Otts Zeilen ursprünglich einer guten Freundin, die leider erkrankt war, doch trotzdem für jeden ein Lächeln übrig hatte. Ott hatte ihr den Song vorgespielt und auf insgesamt 20 CDs gebrannt, die sie in ihrem Wohnort verschenkte – zehn Jahre ist das inzwischen her. Über Umwege sind zwei DJs aus dem Erzgebirge auf ihren emotionalen Gitarrensong gestoßen, erzählt Ott auf ihrer Webseite, und modelten ihn „zu einem Remix-Party-Kracher“ um. Auch die Songwriterin selbst ist zufrieden mit dem „Ohrwurm“-Ergebnis, das seither in Diskotheken und von sämtlichen Radio- und TV-Sendern abgefeiert wird.

Das Musikvideo sehen Sie hier:

Bei einer Eintagsfliege soll es nicht bleiben. Auf ihrer Homepage versichert Kerstin Otto, mitten in der Planung und Produktion neuer Songs zu sein. Für Helene Fischer sicherlich kein Problem: War bestimmt schon etwas einsam da oben auf dem Schlager-Olymp...

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