„GNTM“-Juror Thomas Hayo über Make-up-Trends
„Sich einfach planlos anzumalen ist von gestern!"

In der Jury von „Germany's Next Topmodel“ sitzt er an der Seite von Heidi Klum (38): Thomas Hayo. STYLEBOOK-Reporterin Carolin Dendler traf den Werber am Rande der Fashion Week in New York. Ein Gespräch über Models, Make-up Trends und darüber, was uns in der kommenden Staffel von „GNTM“ erwartet...

STYLEBOOK: Die Modekarawane pilgert zur Zeit von New York über Mailand nach Paris. Was für ein Model-Typ ist gerade angesagt?
Thomas Hayo: Das ändert sich von Kollektion zu Kollektion. Bei Diane von Fürstenberg hatten die Mädchen weiblichere Figuren. Bei Helmut Lang waren sie eher groß und sehr dünn. Doch ich bin generell froh, dass weiblichere Models wieder im Trend sind. Das Vorzeige-Model dafür ist Lara Stone mit ihrem üppigen, wie perfekten Busen. Gott sei Dank!

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„Man muss seine Vorzüge erkennen – und die dann betonen“

Thomas Hayo


Und die Männer passen sich an und werden auch immer weiblicher auf dem Catwalk. Bei Hilfiger und Marc by Marc Jacobs hatten die Jungs längere Haare als die Frauen, hatten sogar feminine Gesichtszüge...
Ja, die „Soft Boys“ sind im Kommen. Nebenbei: Immer mehr Männer haben Lust auf Mode und coole Looks. Mann muss sich nur die Fashion-Crowd in New York ansehen, die zu den Shows geht. Die sind sehr viel modemutiger als zum Beispiel in Berlin. Hier inszeniert man sich selbst – in Deutschland traut sich das keiner.

Was uns noch aufgefallen ist: Die Mädchen in der Modebranche sind neuerdings sehr ungeschminkt – sogar auf Partys. Viele tragen nicht mal mehr Lippenstift...
Ja, das stimmt – der natürliche Look ist zurück. Sehr dezentes Make-up. Schlichte Haare, man sieht abends viele Pferdeschwänze. Die Frauen in Deutschland sind da zur Zeit schon geschminkter mit richtigem Make-up und Puder...das ist hier in den New Yorker Modekreisen out. Die natürliche Beauty punktet.

Hmm...ist natürlich nicht so leicht, wenn du keine bist!
Man sollte sich selbst nie unterschätzen. Hauptsache du bist ein Typ. Man muss einfach nur erkennen, was seine Vorzüge sind und die dann betonen. Zum Beispiel schöne Augen unterstreichen...sich einfach planlos anmalen ist von gestern.

Apropos Natürlichkeit – ist noch immer der faltenfreie Botox-Look im eitlen Modezirkus angesagt?
Auf jeden Fall weniger. Sicherlich verschwindet Botox nicht ganz. Aber aufgespritzte Lippen sehe ich zum Glück überhaupt nicht mehr. Höchstens in Los Angeles.

Auf den Fahion Weeks in New York, Mailand und Paris sehen wir derzeit schon die Trends für den nächsten Sommer. Du hattest die Gelegenheit, einige Shows zu sehen. Was muss ich denn im nächsten Sommer tragen?
Was am besten zu deinem Körper passt. Das ist im nächsten Sommer so und im übernächsten auch...

Dann so: Wie sollte ich mich stylen, um in Fashion-Kreisen nicht blöd aufzufallen?
Finde deinen eigenen Stil – aber bitte nie zu durchgestylt, etwa von Kopf bis Fuß im gleichen Designer. Cool finde ich für eine Frau die Mischung aus Rock'n'Roll, Vintage und Haute Couture. Zum Beispiel eine Jeans von Balmain mit einem alten T-Shirt. Und auch wichtig: Man sollte sich immer dem Alter und dem Anlass entsprechend kleiden.

Du hast dich gerade mit Heidi in New York getroffen. Gibt's neue Geheimpläne für „Germanys Next Topmodel“?
Wir knüpfen dort an, wo wir aufgehört haben.  Wir sind jetzt ein eingespieltes Team. Ich denke,  vieles wird noch interessanter und lustiger. Vor allen Dingen der Fashion-Aspekt, die Designer werden noch mehr in den Vordergrund treten...

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