Biopic über ALS-erkranktes Jahrhundertgenie
Dieser Film ist besser als die „Ice Bucket Challenge“

Eiskalte Mutprobe für den guten Zweck – diesen Sommer stellten sich jede Menge Promis der „Ice Bucket Challenge“, um auf die Krankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) aufmerksam zu machen. Was ALS eigentlich für die Menschen bedeutet, die daran erkrankt sind, zeigt ein faszierender Film, der Weihnachten in die Kinos kommt.

  • Die Entdeckung der Unendlichkeit

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    Foto: Universal

    Der britische Schauspieler Eddie Redmayne spielt in „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ den Astrophysiker Stephen Hawking

Die „Ice Bucket Challenge“ war DAS Ding 2014. Prominente übergossen sich mit eiskaltem Wasser, um auf die Krankeit Amyotrophe Lateralsklerose, kurz ALS, aufmerksam zu machen und dafür Geld zu sammeln. Die Kampagne hat bisher über 100 Millionen Dollar (ca. 80 Mio. Euro) an Spenden für die Erforschung der Krankheit eingebracht.

Das Schicksal des Stephen Hawking
Wer bei der spaßigen Promi-Inszenierung schon immer die Schicksale dahinter vermisste, also jene Menschen, die an ALS leiden, oder sich unter der Krankheit bisher nichts vorstellen konnten, sollte jetzt ins Kino gehen.

„Die Entdeckung der Unendlichkeit“ erzählt die Geschichte von Stephen Hawking, der 1963 an ALS erkrankte, und dem die Ärzte damals eine Lebensprognose von zwei Jahren prophezeiten. Stephen Hawking lebt noch immer, ist heute 72 Jahre alt und der älteste ALS-Patient überhaupt, außerdem einer der renommiertesten Physiker und Astrophysiker der Welt.

Oscar-Garant?
Der Film basiert auf den Memoiren „Die Liebe hat elf Dimensionen“ von Jane Hawking, der ersten Frau von Stephen Hawking, mit der der Forscher 25 Jahre verheiratet war. „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ beginnt Anfang der 60er Jahre, also in einer Zeit vor der ALS-Krankheit. Der Film zeigt nicht nur Hawkings Leiden, seinen Lebensmut und seine Erfolge, sondern erzählt vor allem die bewegende Liebesgeschichte zwischen Stephen und Jane.

Herausstechend vor allem die beiden Hauptdarsteller: der britische Jungschauspieler Eddie Redmayne (32) in der Rolle des Stephen Hawking, die ihm eine Oscarnominierung einbringen könnte, und Felicity Jones (31) als Jane.

Ja man kann sich auch einen Eimer Eiswasser überschütten. Aber wer die Krankheit ALS etwas besser verstehen und vor allem während der Weihnachtsfeiertage eine bewegende Filmbiografie mit großartigen Schauspielern sehen will, sollte sich „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ ab 25. Dezember im Kino ansehen.

Den Trailer zum Film gibt's hier:

  • Felicity Jones, Stephen Hawking, Jane Hawking, Eddie Redmayne

    Foto: getty images

    Stephan Hawking (vorn) ist einer der renommiertesten Astrophysiker der Welt. Mit 21 Jahren wurde bei ihm die Nervenkrankheit ALS diagnostiziert, sein Leben wurde jetzt verfilmt. Mit Eddie Redmayne (r.) und Felicity Jones (l.), die Stephen Hawkings Ex-Frau Jane spielt (M.)

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