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Stylebook trifft die Klum
von Carolin Dendler
Schon mal ein Bikini-Selfie bereut, liebe Heidi?

Germany’s Next Vorzeigefrau traf STYLEBOOK in ihrer Heimat – in Bergisch Gladbach. Wir sprachen beim Schwarzkopf Termin über haarige Zeiten in ihrem Leben und wie die disziplinierte Heidi Klum (40) an Stolpersteinen einfach vorbeimarschiert. Fragen zu dem neuen Mann in ihrem Leben, Vito Schnabel (27), beantwortet sie nicht. lächelt sie einfach freundlich weg. Dafür spricht sie über ihre Liebe zu Kochtöpfen, den eitlen Wolfgang Joop und warum zufriedene Frauen schöner sind.

  • Heidi Klum

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    Foto: getty images, instagram/heidiklum

    STYLEBOOK trifft Heidi Klum in ihrer Heimat zum Interview. Tabu: Fragen übers Privatleben. Dafür gibt's ja Heidis offiziellen Instagram-Account, wo sie uns diesen heißen Bikini-Schnappschuss von sich präsentierte (Foto links)

STYLEBOOK: Glückwunsch, Sie haben eine neue „GNTM“-Gewinnerin. Aber ohne zu schleimen – Sie stellen zurzeit jedes junge Girl in den Schatten, wirken jünger, cooler, ungeschminkter... Jungbrunnen gefunden?
Heidi Klum: Danke für das nette Kompliment, ich fühle mich gut!

Sie sehen auch glücklicher aus . . .
Ja, ich bin glücklich.

Mit 40 so auszusehen – ist das eher harte Arbeit, oder ein Sechser im Gen-Lotto?
Ich bin jemand, der viel Wert auf gesunde Ernährung legt. Ich mache dreimal die Woche Sport und trinke viel, viel Wasser. Als ich 1992 anfing zu modeln, habe ich meinen Lifestyle verändert. Ich esse weniger fettige Sachen. Aber vieles ist auch Veranlagung. Meine Eltern sehen mit 70 immer noch sehr gut aus.

Sie wirken schmaler denn je. Gibt es dafür einen Grund?
Ja, das habe ich in letzter Zeit öfters gehört. Dann wird es wohl so sein. Ich weiß es leider nicht genau, denn die Waage in meinem Badezimmer hat keine Batterien mehr, schon seit über einem Jahr. Ich muss mal dringend welche kaufen. Ich habe mich seit einem Jahr nicht gewogen.

Sie sind das Werbegesicht für Schwarzkopf! Ihre Mutter war Friseurin, Sie tragen nonstop andere Frisuren – was ist der Look, der Ihnen an Frauen am besten gefällt?
Haare sind schon ein wichtiges Thema und machen einen Look sehr wandelbar. Mit meinen Haaren probiere ich gern viel aus. Es gibt auch wahnsinnig tolle Kurzhaarfrisuren, aber ich mag meine langen Haare – es ist einfach super praktisch und vielseitig. Eigentlich geht es doch darum, dass man sich selbst wohlfühlt und jeder seinen eigenen Typ findet. Dann strahlt man das auch nach Außen.

Sind Männer heute eitler als Frauen? Ihr neuer Juror Wolfgang Joop (69) hat sich öfters in der Sendung umgezogen als Sie . . .
Wolfgang vielleicht schon. Er begutachtet sich pausenlos im Spiegel. Schielt, ob Brille, Hemd, Blazer sitzen. Ich finde das sehr amüsant. Allerdings ist er manchmal so auf sich fokussiert, dass ich rufen muss – Wolle, dein Einsatz!

Ihre beiden TV-Männer, Wolfgang Joop und Thomas Hayo, werden Sie auch in der nächsten Saison begleiten?
Ja, das ist zu 99 Prozent sicher. Wir hatten so viel Spaß, alles ist top gelaufen, und das war auch für mich eine positive Überraschung.

Viele Frauen sehen heute von hinten wie 20 aus, von vorn erinnern sie an eine glatt gebügelte Comic-Figur mit zu viel Botox und Fillern. Wie altert man in Würde?
Jeder so, wie er mag. Es gibt eben viele Frauen, die finden sich so schöner mit künstlichen Verbesserungen. Das finde ich dann auch okay. Ich bin mit mir zufrieden. Ich habe gelernt, dass man es nicht allen recht machen kann. Machen Frauen zu viele Botoxbehandlungen, heißt es „Wow, hat die zu viel Botox“, macht man nix: „Wow, ist die alt geworden.“ Am Ende des Tages muss man sich wohlfühlen in seiner Haut. Für viele ist das eben mithilfe von Botox, für mich ohne.

Was macht eigentlich wirklich schön?
Schönheit definiert sich nicht über Falten. Wenn eine Frau Zufriedenheit ausstrahlt, ist sie attraktiv und schön in meinen Augen.

Sie sind ja auch schon durch ein bis zwei Tiefen in Ihrem Leben gegangen. Fanden Sie, Sie sahen dann schlechter aus?
Das kann ich nicht beurteilen, schlecht gelaunt bin ich zum Beispiel auch eigentlich selten.

Wie schafft man das – eiserne Disziplin? Sind Sie streng mit sich selbst?
Nein. Ich bin schon immer so gewesen. Dafür brauche ich keinen Coach oder so. Selbst bei einem Tiefpunkt erfreue ich mich an den schönen, wirklich wichtigen Sachen in meinem Leben – vor allen Dingen meinen vier Kindern. Ich konzentriere mich auf das Heute und versuche an den Stolpersteinen vorbeizuhuschen.

Was ist eigentlich Ihr größtes Talent?
Hmmmmmm... Kochen! Nichts, mit dem man auf eine Bühne gehen könnte, aber ich koche gut und gern. Hühnersuppe, Spaghetti Bolognese, Frikadellen, Gemüse... Bei mir kommt nix aus der Tüte oder aus der Dose oder Mikrowelle. Ich koche wirklich gern.

Sie machen allein zwei US-Shows, wann haben Sie noch Zeit zum Kochen?
Die nehme ich mir. Meine Kinder helfen mir beim Kochen. Ich finde es wichtig, dass sie helfen und lernen. Meine Tochter zupft und wäscht den Salat. Meine Jungs machen gern Hamburger und matschen Zwiebeln und Senf in das Hackfleisch. Mein ältester Sohn grillt.

Wie stellen Sie sich Ihre nächsten zehn Jahre vor? Sie haben mir einmal im Interview gesagt, man kann an seinen Träumen arbeiten. Woran arbeiten Sie zurzeit?
Klar, auch ich habe immer wieder neue Träume. Ich habe Projekte in der Planungsphase und hoffe, dass sie Wahrheit werden irgendwann.

Man hat das Gefühl, Sie bekommen im Leben, was sie wollen...
Es gelingt mir schon recht viel. Ja, ich habe Glück gehabt. Nicht alle Projekte, die ich gemacht habe, haben funktioniert, aber auch das gehört dazu im Leben. Ich engagiere mich auch unheimlich bei allem, was ich tue.

Sie sind auch Social-Media-Queen. Allein auf Instagram haben Sie 2,2 Millionen Follower. Sie posten sehr private Fotos von sich, wollen Sie den Paparazzi den Job wegnehmen?
Es ist eine neue Welt, in der wir leben. Da gehört Social Media mit dazu. Ich wollte es erst gar nicht machen – Facebook, Twitter und Instagram –, aber es ist ein schöner Weg, um mit seinen Fans zu kommunizieren und sie immer auf dem neuesten Stand zu halten. Mittlerweile habe ich viel Spaß damit, Photos zu machen und zu posten.

Einige Bilder, die Sie posten sind supersexy. Schon mal ein Bikini-Selfie bereut?
Nö!

Was hat Sie kürzlich glücklich gemacht?
Das Finale von „GNTM“ ist gut gelaufen. Es war ein anstrengender Moment für mich. Ich möchte immer alles gut machen. Ich bin schrecklich nervös. Aber als die Show zu Ende war, fiel mir schon ein kleiner Stein vom Herzen.

Heidi, der Show-Profi, nervös? Das merkt man Ihnen nicht an. Unsicher wirken Sie nie...
Glauben Sie mir, es gibt Momente, in denen ich nervös bin. Bei einer Live-Sendung habe ich nicht mal mehr Spucke im Mund. Nach der Show bin ich wie ein Waschlappen, den du ausgewrungen hast, so geschlaucht fühle ich mich dann. Aber auch gleichzeitig happy.

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