Model spricht über erstes Nacktshooting
Gisele Bündchen bricht im Interview in Tränen aus

Mit einem Fotoband ihrer schönsten Jobs meldet sich die Brasilianerin Gisele Bündchen (35) nun aus der Modelrente und gab bei dieser Gelegenheit das wohl emotionalste Interview ihrer Karriere.

Glamouröses Mode-Biz? Gisele Bündchen hat es oftmals anders erlebt. In einem Interview mit dem „Stern“ blickte sie nun, gut ein halbes Jahr nach Beendigung ihrer aktiven Modelkarriere, auf ihre ersten Gehversuche in der Branche zurück.

  • Gisele Bündchen

    Foto: Getty Images

    Im „Stern“ spricht Gisele Bündchen über ihre 20-jährige Modelkarriere, die sie nur mit einer Art Persönlichkeitsspaltung überlebt habe. „ Sobald ich kapierte, dass man sich beim Modeln in verschiedene Persönlichkeiten verwandeln muss, beschloss ich, die andere Gisele zur Arbeit zu schicken.“ Sie selbst habe sich als Beobachterin gefühlt

Mit 14 zog Gisele von Horizontina, einer kleinen brasilianischen Dorfgemeinde, in die Millionenstadt São Paulo. Ihre erste Pflicht damals: „Schnell erwachsen werden! Als naives Mädchen wäre ich bei lebendigem Leib gefressen worden.“ So lernte sie bald, dass zu ihrem neuen Job Nacktheit unbedingt dazu gehört. 1998 schickte Designer Alexander McQueen (†40) die damals 18-Jährige oberkörperfrei über den Laufsteg – „ich habe sofort losgeheult!“

Das wichtigste Foto ihrer Karriere
Wenige Monate später musste sie wieder blank ziehen, doch diesmal hat es sich so richtig gelohnt. Die US-„Vogue“ lud sie zum Nackt-Shooting mit der Fotografenlegende Irving Penn (†82). „So eine tolle Gelegenheit“, weiß sie heute, „aber ich war erst 18 und total in Panik.“

Dank seiner rücksichtsvollen, verständnisvollen Art enstand ein Foto, das nicht nur für Bündchens Selbstbewusstsein ungemein wichtig war –„bis dahin hatte ich mich nie so ganz wohl in meiner Haut gefühlt.“ Es sollte die gesamte Szene, damals geprägt vom düsteren Heroin Chic, revolutionieren, mit dem Titel „Die Rückkehr der sexy Models“. „Penns Bild brachte einen neuen Look in die Mode!“, so Bündchen. Das Bild ziert auch das Cover des „Gisele“-Bildbandes, der jetzt im Taschen-Verlag erscheint.

  • Gisele Bündchens Fotoband

    Foto: Taschen Verlag

    Giseles erstes Nackt-Foto, geknipst von Fotografenlegende Irving Penn, ziert ihren auf 1000 Stück limitierten Fotoband. Dieser ist (mit insgesamt 300 Bildern von Größen wie David LaChapelle (52) oder Juergen Teller (51)) seit Oktober über den deutschen Taschen-Verlag erhältlich – für stolze 500 Euro

Wem sie heute nachweint
Nicht ohne Wehmut spricht Gisele Bündchen über ihre 20-jährige Karriere. Was sie jedoch mitten im Interview in Tränen ausbrechen lässt: Die Trauer um ihr verstorbenes Hündchen Vida, das sie gegenüber dem „Stern“ als ihren Schutzengel bezeichnet. Wie „eine beste Freundin, eine Partnerin“ sei der Teacup-Yorkie Vida 14 Jahre lang, in denen das Model täglich arbeiten musste, die einzige Konstante in Bündchens Leben gewesen. „Sie starb kurz bevor meine Tochter zur Welt kam. Und meine Tochter heißt Vivian.“

  • Gisele Bündchen und Hündchen Viva

    Foto: Splash news

    2004 radelte Gisele Bündchen noch mit Hündin Viva durch New York. Die Trauer um ihren Verlust bringt sie bis heute zum Weinen. „Man kann schon sehr einsam sein bei dem ständigen Unterwegssein. Viva war in dieser Zeit meine beste Freundin, sie hat mich gerettet“

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