„Germany's Next Topmodel“-Juror Jorge Gonzalez
So waren die Dreharbeiten mit Heidi Klum

Catwalk-Trainer Jorge Gonzalez ist der unbestrittene Liebling von Heidi Klum bei „Germany’s Next Topmodel“ (GNTM, Pro 7). Auch in diesem Jahr führte das kubanische Heißblut Heidis Models in die Kunst des Catwalk-Gangs ein. John Puthenpurackal traf Jorge im Berliner Szene-Restaurant „Paul“. Ein Gespräch über Heidi Klum hinter den Kulissen und über seine neue Kollektion „Chica Walk“.

STYLEBOOK: Die „Topmodel“-Dreharbeiten waren überschattet von Heidi Klums und Seals Trennung. Wie haben Sie Frau Klum während der Dreharbeiten erlebt?
Jorge Gonzalez: Ich habe Heidi in dieser Zeit als sehr professionell empfunden. Sie ließ sich die Stimmungen aus ihrem Privatleben nicht anmerken. Heidi fällt eher durch andere Eigenheiten bei den Dreharbeiten auf.

Zum Beispiel?
Sie hat immer ihr Blackberry in der Hand und ist nur am Tippen, sie ist sozusagen sms-süchtig. Heidi muss beim Schreiben nicht mal mehr auf das Handy schauen, das ist beeindruckend. Und wenn du eine Sekunde nicht aufpasst, hat sie schon ein Foto von dir gemacht. Das ist immer sehr lustig. Sie ist inzwischen zu einer guten Freundin geworden, wir schreiben uns auch zwischen den Dreharbeiten häufig.

Hat sie sich verändert?

In den vergangenen Jahren ist Heidi lockerer geworden. Sie wirkte befreit und lachte viel. Das finde ich bei ihrem Pensum wirklich Klasse. Im vergangenen Jahr hat sie in den Drehpausen getanzt und auch mal viel Quatsch mit uns gemacht, damit wir locker sind. Einmal haben wir spontan Salsa getanzt. Das war so wild, dass wir beinahe auf den Boden gefallen sind


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    Foto: splash news

    Heidi Klum schreibt ziemlich häufig SMS. Das jedenfalls behauptet Jorge Gonzales

Nochmals zur Show: Wie laufen Entscheidungen in der Jury ab?
Das letzte Wort hat natürlich Heidi. Die Sendung heißt ja nicht umsonst: „Germany’s Next Topmodel – by Heidi Klum.“ Aber sie legt viel Wert auf die Meinung ihrer Kollegen und diskutiert immer fleißig mit uns Juroren.

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Hat sich bei „Topmodels“ für dich als Catwalk-Trainer etwas verändert?
Heidi hat mich nach dem letzen Finale gefragt, ob ich 2012 wieder dabei bin. Ich habe sofort ja gesagt. Dieses Jahr habe ich während  der Topmodel-Dreharbeiten mehr Freiraum, wir drehen ja nicht immer alle zusammen. So kann ich mich auch noch um meine weiteren Projekte kümmern, wie zum Beispiel um meine neue Kollektion „Chica Walk“.

Wofür steht deine neue Kollektion?
Meine neue Kollektion steht für Lebensfreude, Party, Glamour und Sexyness. Egal welche Größe du hast: Jede Frau soll sich als eine sexy Chica fühlen und den Mut haben, Farben zu tragen. Mir kommt es darauf an, dass sie sich frei bewegen können. Das Thema ist „Sexyness“. Meine Kollektion bewegt sich von langen bis hin zu kurzen Kleidern – natürlich immer in „High Heels“.

Gibt es irgendwelche modischen „No-Go’s“ für dich?
Mir ist es wichtig, dass meine Chicas (spanisch für Mädchen, Anm. d. Redaktion) nicht irgendwelchen Trends nacheifern und Sachen tragen, die gar nicht dazu passen. Beispielsweise eine Schlaghose am Körper einer Frau mit zu kurzen Beinen finde ich grässlich. Eine Frau kann auch nur offene Schuhe tragen, wenn die Fußnägel gemacht sind. Eine Frau muss immer wissen, was zu ihr passt.

Heißt das, dass du als Catwalk-Trainer demnächst aufhörst und nur noch als Designer arbeiten möchtest?
Nein, ich habe schon überlegt, eine Catwalk-Schule zu eröffnen. Egal, wohin ich gehe, ich werde von Frauen angesprochen, wie man denn bitte in High Heels am besten laufen kann. Es besteht ein großer Bedarf.

Wie lauten die goldenen Regeln für einen guten Gang über den Catwalk?
Erstens:
Gerade Schulter bewahren, nicht nach vorne oder hinten verrückt. Zweitens: Leichte Bewegungen mit den Armen, nicht übertrieben hin- und herschwingen. Wichtig ist die leichte Bewegung der Hüfte, da sie die Balance beim Catwalk ausmacht. Drittens: Beim Laufen das Becken leicht nach vorne drücken, da dadurch der Körper in eine Linie gebracht wird. Nicht vergessen: Erst Spitze, dann Hacke. Also erst mit dem Ballen und dann mit den Fersen laufen. Viele Frauen machen es genau umgekehrt. Und zu guter Letzt: das Kinn gerade halten.

Welche Trainingsmethode empfiehlst du Frauen?
Am besten trainiert man den Gang mit High Heels im Wasser.

Wie sieht der aktuelle Trend beim „Catwalk“ aus? In den vergangenen Jahren war der sogenannte „Ghostwalk“ sehr angesagt, die Models sahen auf den Walks nahezu tot aus. Inzwischen wird es aber glücklicherweise wieder lebendiger.

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