Genderless Model Andrej Pejic
Geschlecht? Egal! Hauptsache sexy

Schöne Frau? Oder schöner Mann? Beides! Geschlechtslos eben. Andrej Pejic (19). Dieser Name, diese „Situation“, wie er sich selbst bezeichnet, sind in der Modewelt zurzeit das Maß der Dinge. In der neuen Mode-Ausgabe des „New York“ Magazins ist er der Cover-Star, oben ohne, als sinnliche Frau geschminkt.

  • 1/9

    Das Cover der neuen Mode-Ausgabe des „New York“ Magazin ziert das Genderless-Model Andrej Pejic

Männlich, weiblich, androgyn. IHN erklären? Dieses wunderbare Wesen, das derzeit eine kometenhafte Karriere im Modebusiness hinlegt und sein Licht aus anderen Sphären leuchten lässt? Eigentlich unmöglich, die richtigen Worte zur Beschreibung des Genderless Models zu finden. Besser, man lässt ihn selbst erklären:

Anzeige

„Mein ganzes Leben ist eine ständige Auseinandersetzung. Was soll ich tun? Ich bin wie Britney Spears“, sagt der Australier serbischer Herkunft im Interview mit dem Magazin und erzählt fröhlich aus seinem Leben. „Ich weiß, dass die Leute wollen, dass ich mich irgendwie einordne oder verteidige. Dass ich sage: Ja, ich bin ein Junge, aber ich trage manchmal Make-up. Aber das interessiert mich alles nicht. Ich empfinde keine große Geschlechter-Identität. Ich identifiziere mich mit dem, wie ich bin. Die Tatsache, dass die Leute es für kreative oder Marketing-Zwecke möchten, ist für mich wie Kunst, die ich benutze, um Geld zu verdienen.“

Geld bekommt er mittlerweile reichlich. „Ich will mehr als 50 Dollar am Tag, sonst stehe ich nicht auf. Ich will, dass Amerika das weiß…“, witzelt Andrej mit Augenzwinkern auf den legendären Ausspruch von Super-Model Linda Evangelista („Für weniger als 10.000 Dollar am Tag stehe ich gar nicht erst auf“). Und erinnert sich an seine Anfänge: „Der schlimmste Job, den ich je gemacht habe, war Klos in einem Stripclub zu putzen.“

Last but not least: Was will er eigentlich machen, wenn seine Karriere mal vorbei ist? Okay, er ist zwar erst 19 Jahre alt. Aber darauf, dass aus seiner „Situation“ ein Evergreen wird, kann man sich im schnelllebigen Mode-Biz nicht verlassen.

„Wenn mein Stern am sinken sein sollte, dann starte ich ein Comeback mit einem Sex-Tape! Ich würde Latex tragen, es als Mode und Kunst inszenieren. Ein ganz gepflegtes Sex-Tape."

Nötig hat er das bisher nicht. Sexy sein reicht. Die Modewelt hat noch lange nicht genug von seiner „Situation“…

Kommentare


Blogs