Der Fußball-Bundestrainer über Männerpflege
Sind Sie eitel, Jogi Löw?

Auch im Jahr der Fußball-EM ist Bundetrainer Joachim Löw wieder Testimonial für die Pflegeserie von Nivea for Men. Männer, Fußball, eincremen – wie passt das zusammen? „Jogi“ über Kosmetik, Anti-Aging und darüber, was so alles in den legendären Kulturbeuteln der National-Spieler steckt.

  • Foto: Beiersdorf AG

    Bundestrainer Jogi Löw: Er brachte perfekt sitzende Anzüge, Schals und sein gepflegtes Lächeln in den deutschen Fußball



Herr Löw, Sie haben bis Ende Juni einen sehr vollen Terminkalender, viel Stress und trotzdem sehen Sie immer so entspannt aus. Wie schaffen Sie das?
Joachim Löw: Für mich ist es außerordentlich wichtig, dass ich mich wohl fühle. Und dafür habe ich ein paar Eckpfeiler in meinem Leben: Sport, genug Schlaf, gesunde Ernährung und Pflege. Ich brauche die sportliche Abwechslung, muss einfach fit sein für diese Aufgabe. Dazu gehört auch die richtige Ernährung. Ich achte sehr auf meinen Körper, vor allem in stressigen Zeiten und pflege mich regelmäßig. Männerprodukte sind ja schon lange nicht mehr uncool.

Hat sich Ihr Kosmetik-Konsum über die Jahre mit Ihrem Job als Bundestrainer verändert? Sind Sie eitler geworden?
Fußball hat in unserer Gesellschaft eine solch wichtige Stellung eingenommen, dass gepflegtes Auftreten einfach dazugehört. Ich persönlich fühle mich nur wohl, wenn ich gepflegt bin. Das gilt auch für meine Kleidung. Früher reisten Fußballspieler in Trainingsanzügen und Turnschuhen um die Welt. Dass sich dies völlig geändert hat, liegt nicht nur an der ständigen medialen Beobachtung, sondern auch am Selbstverständnis der heutigen Spieler und Trainer. Für uns sind Spieltage Festtage und dementsprechend präsentiert man sich auch. Bei der Nationalmannschaft repräsentieren wir ja auch unseren Verband, unsere Nation, unsere Fans – und das sollte man immer wissen.

Dürfen wir uns das so vorstellen, dass sich die Nationalelf mit ihrem Trainer über gute Gesichtscremes und Körperpflege austauscht?
So weit ist es noch nicht. Allerdings legen die Spieler schon sehr viel Wert auf Körperpflege, das merkt man. Jeder hat einen großen Kulturbeutel mit Pflegeprodukten unterm Arm, wenn er in die Kabine geht. Die Spieler gehen sehr bewusst mit ihrem Körper um, der ist ja ihr Kapital. Daher pflegen sie ihn: mit Massagen, Körperpflege, Cremes, Shampoo, Deo und allem, was Mann so braucht.

Erschrecken Sie sich, wenn Sie Falten an sich entdecken oder sind das für Sie nur Lebenslinien und nicht weiter tragisch?
Also einen Schock kriege ich schon mal gar nicht – und tragisch ist es auch nicht. Die ewige Jugend gibt es nicht, deshalb sind Falten Lebenslinien und sie gehören einfach zum Leben dazu. Aber ein bisschen sorge ich mit den Produkten von Nivea for Men schon vor.

Sie gelten als einer der stilvollsten Männer Deutschlands. Bekommen Ihre Spieler von Ihnen auch Style-Tipps? Gibt es gar eine Spieler-Typberatung im DFB?
Spieler-Typberatung wäre interessant – aber da würden wahrscheinlich eher die Spieler dem Trainer die Tipps geben. Auf alle Fälle brauchen sie keine Style-Tipps von mir. Das Ganze ist ja auch nicht Teil einer Kampagne, wir sind einfach so. Es gehört zur heutigen Generation Spieler, dass sie sich ihrer Verantwortung bewusst ist, dass sie weiß, wen sie bei einem Länderspiel repräsentiert und dass sie beim Verlassen der Kabine sofort in die breite Öffentlichkeit tritt.

Mode ist für Sie...?
Mode ist für mich eine Sache des Wohlfühlens. Hier entscheide ich instinktiv. Ich fühle mich zum Beispiel in Dunkelblau und Schwarz wohler als in hellen Farben. Einen mehrfarbigen Pulli oder ein gestreiftes Hemd würde ich nie tragen, das steht mir nicht.

Ein Bundestrainer, mit dem wir über Mode und Kosmetik sprechen. Brechen neue Zeiten in der Fußball-Welt an?
Die neuen Zeiten sind ja schon angebrochen, der Fußball hat sich generell verändert und auch das Verhältnis Trainer-Spieler. Die 70er, 80er Jahre waren die Zeit der Anweisungen: Der Trainer wies an, der Spieler führte aus und fertig. Als Spieler hat man das zwar schon hinterfragt, aber man konnte sich nicht offen äußern, eine eigene Meinung gab es nicht. Heute wollen die Spieler ein hohes Maß an Kommunikation. Die ertragen alles: Kritik – auch harte Kritik – so lange sie sachlich ist.

Das schönste Kompliment, das Sie je von einer Frau bekommen haben?
Es ist vielleicht nicht das Schönste, aber es war doch ein ganz lustiges: Beim Urlaub in Baiersbronn sagte eine Frau zu mir: Ich kenne Sie aus dem Fernsehen. Sie sind doch der Herr Magath. Da wusste ich zumindest, dass ich am richtigen Ort zum Urlauben bin.

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