Erster Erwachsenen-Roman von J.K. Rowling
Rowling ohne Harry Potter – geht das gut?

Im Vorfeld war alles wie immer: Bis zum Veröffentlichungstag blieb das Manuskript von J.K. Rowlings erstem Erwachsenem-Roman streng geheim – ohne Ausnahme. Doch ansonsten ist alles anders: Statt Zauberlehrlingsfantasien und Hokuspokus geht es in „The Casual Vacancy – Ein plötzlicher Todesfall“ um die scheinheilige Idylle einer englischen Kleinstadt, Heroinsucht, Prostitution und einen Todesfall. STYLEBOOK hat schnell durchgeblättert.

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    Foto: Debra Hurford Brown

    Mit ihren Harry-Potter-Romanen wurde J.K. Rowling zu einer der erfolgreichsten Autorinnen (und eine der reichsten) der Welt. Nun hat sie ihren ersten Roman für Erwachsene veröffentlicht



Das steht im Klappentext:
Als Barry Fairbrother mit Anfang vierzig plötzlich stirbt, sind die Einwohner von Pagford geschockt. Denn auf den ersten Blick ist die englische Kleinstadt mit ihrem hübschen Marktplatz und der alten Kirche ein verträumtes und friedliches Idyll, dem Aufregung fremd ist. Doch der Schein trügt. Hinter der malerischen Fassade liegt die Stadt im Krieg. Krieg zwischen arm und reich, zwischen Kindern und ihren Eltern, zwischen Frauen und ihren Ehemännern, zwischen Lehrern und Schülern. Und dass Barrys Sitz im Gemeinderat nun frei wird, schafft den Nährboden für den größten Krieg, den die Stadt je erlebt hat. Wer wird als Sieger aus der Wahl hervorgehen – einer Wahl, die voller Leidenschaft, Doppelzüngigkeit und unerwarteter Offenbarungen steckt? J.K. Rowlings erster Roman für Erwachsene ist aufwühlend, berührend und spannend. Ein großer Roman über eine kleine Stadt von einer der besten Erzählerinnen der Welt.

Die ersten beiden Sätze:
„Barry Fairbrother wäre lieber zu Hause geblieben. Er hatte schon das ganze Wochenende Kopfschmerzen und wollte auf keinen Fall den Redaktionsschluss der Lokalzeitung verpassen.“

Das sagen die anderen:
Die „New York Times“ findet „The Casual Vacancy“ nicht nur „langweilig“, sondern einfach „uninteressant“. Der „Daily Mirror“ verriss Rowlings neues Werk als „Harry Potter und der Kelch des Schmutzes“ und empörte sich über „hundertfach“ benutzte vulgäre Ausdrücke. Die Nachrichtenagentur „Associated Press“ dagegen lobt den Roman, ebenso der „Daily Mirror“, der das Buch mit „verblüffend“, „brilliant“ und „unerhört fesselnd“ beschreibt.

Über die Autorin:
Rowling kam am 31. Juli 1965 im südwestenglischen Chipping Sodbury nahe Bristol zur Welt. Sie studierte Französisch und arbeitete unter anderem in London bei Amnesty International als Sekretärin, war aber auch zwischenzeitlich arbeitslos und lebte von Sozialhilfe. Die Geschichte ihres Romanhelden Harry Potter erfand die Autorin nach eigener Aussage bereits 1990, als sie auf einen verspäteten Zug von Manchester nach London warten musste. Der erste Band der siebenteiligen Serie über den Zauberlehrling erschien 1997, der letzte 2007. Die Bücher verkauften sich weltweit etwa 450 Millionen Mal. Damit gilt Rowling als eine der international erfolgreichsten Autorinnen. Die 47-Jährige lebt mit ihrem zweiten Ehemann und ihren drei Kindern nach wie vor in Edinburgh.

J.K. Rowling: „Ein plötzlicher Todesfall“, 576 Seiten, Carlsen Verlag, 24,90 Euro bzw. als E-Book 19,90 Euro.

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