Zum Tod von Robin Williams
Mit diesen Bildern brachte er andere zum Lachen

Hollywoodstar und Komiker Robin Williams († 63) ist tot. Offenbar hat sich Williams („Good Morning, Vietnam“) selbst das Leben genommen, erklärte die Polizei von Marin County in Kalifornien am Montag. STYLEBOOK erinnert an den Schauspieler mit den schönsten Bildern seiner Film-Karriere. Momente, mit denen er andere zum Lachen brachte.

  • Robin Williams in „Der Mork vom Ork“

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    Foto: Getty Images

    Bekannt wurde Robin Williams (l.) 1978 mit der TV-Serie „Der Mork vom Ork“. In seiner Rolle hielt er sich nie an das Drehbuch und improvisierte immer neue Lacher, so dass ihm letztlich leere Zeilen im Drehbuch gelassen wurden

Während Robin Williams andere in seinen Film-Rollen wie „Mrs. Doubtfire“ zum Lachen brachte, litt der Schauspieler Zeit seines Lebens an Depressionen. Dieser Tod durch Selbstmord mag auf den ersten Blick daher so gar nicht zu einem Komiker passen, der wie ein Wirbelwind durch sein Leben, seine Rollen und über die Bühne fegte.

Als Außerirdischer zum Durchbruch
Durch die Rolle als Garp in der gleichnamigen Roman-Verfilmung von John Irving wurde Williams 1982 auch in Deutschland einem breiten Publikum bekannt. Seinen Durchbruch hatte er in den USA bereits 1978 in der TV-Serie „Der Mork vom Ork“, in der er einen Außerirdischen mimte. Hier stellte er bereits sein Improvisations-Talent unter Beweis. Die Drehbuch-Autoren ließen damals ganze Sätze im Drehbuch aus, da Williams so viele spontane Faxen während der Drehs machte.

Von der Politikwissenschaft zur Schauspielerei
Kaum zu glauben, dass der in Chicago geborene Williams eigentlich Politikwissenschaft studieren wollte. Schließlich setzte sich doch seine Liebe zum Theater durch, und er schrieb sich an der renommierten Juilliard-Schauspielschule in New York ein. Sein Studien-Kollege damals: der spätere „Superman“ Christopher Reeve (†52). Nebenher verdiente er Geld als Stand-Up Comedian in zahlreichen Clubs.

Der lustigste Mensch der Welt
Das Branchen-Magazin „Entertainment Weekly“ ernannte ihn nach Film-Hits wie „Good Morning, Vietnam“ (1987) und „Mrs. Doubtfire“ (1993) im Jahr 1997 zu dem „Lustigsten Menschen der Welt“. Seinen einzigen Oscar erhielt er aber ausgerechnet für ein Drama: In „Good Will Hunting“ spielte er 1998 einen stillen, einfühlsamen Psychotherapeuten, der einem jungen Genie (Matt Damon) aus dem Arbeitermilieu den Weg weist. Williams zählte Zeit seines Lebens zu den wenigen Komikern Hollywoods, die auch Tiefgang zeigen konnten. So überzeugte er unter anderem auch in „Zeit des Erwachens“ (1989) als Arzt an der Seite von Robert de Niro, in „König der Fischer“ (1991) als verrückter Obdachloser und in „Insomnia“ (2002) an der Seite von Al Pacino als labiler Einzelgänger und Mörder.

Depressionen und Alkoholsucht
Doch was kaum jemand wusste: Williams war seit den 1980er Jahren trockener Alkoholiker. 2006 bekannte er sich nach einem Rückfall öffentlich zu seinen Alkoholproblemen. Zuletzt hatte er sich im Juli in eine Entzugsklinik begeben. Seine Sprecherin Mara Buxbaum bestätigte: „Er kämpfte in letzter Zeit gegen Depressionen.“ Details wollte sie nicht nennen. Buxbaum weiter: „Das ist ein tragischer und plötzlicher Verlust. Die Familie bittet mit allem Respekt um Privatsphäre, während sie in dieser sehr schwierigen Zeit trauert.“

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