Diane Kruger schwimmt gegen den Strom
Das Schicksal einer Außenseiterin

Egal ob als Deutsche in Paris oder als Europäerin am „The Bridge“-Set in den USA – Diane Kruger (38) fühlt sich oft als Außenseiterin. Doch die Schauspielerin hat sich mit der Sonderrolle arrangiert, wie sie im Interview enthüllt.

Für ihren Serienerfolg  „The Bridge“ steht Diane Kruger (38) in Los Angeles vor der Kamera, Wahlheimat der Schauspielerin ist jedoch Paris. Die Frage, ob es für sie schwierig sei, in zwei verschiedene Kulturen zu leben, verneint sie aber. „Es geht nicht um die Kultur. Ich denke, dass ich mit dem Gefühl aufgewachsen bin, am falschen Platz zu sein“, erklärt Diane im Gespräch mit der Zeitung „The Sidney Morning Herald“.

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„Ich war eine Ballerina, als es beliebt war, Fußball zu spielen. Ich war ein Model, als die Leute anfingen zu studieren. Aber ich war einen Kopf kürzer als die meisten Models, also habe ich mich auch nicht als richtiges Model gefühlt. Und als ich dann als Deutsche zur Schauspielschule in Paris ging, setzte das dem Ganzen noch einen oben drauf“, erläutert Diane Kruger. „Ich hatte das Gefühl, als wäre ich immer ein bisschen gegen den Strom geschwommen.“

Mit Los Angeles als zweiten Wohnort habe sie sich aber schnell angefreundet. „Am Anfang habe ich für viele Jahre in New York gelebt und Los Angeles nicht richtig verstanden. Aber nun, seitdem ich hier bin, habe ich mich relativ schnell an den ganzen Ort gewöhnt, an das Wetter und den Platz.“ Ihr Arbeitsort für „The Bridge“ weise schließlich einige Vorteile auf. „Viele Leute haben hier Häuser anstelle von Appartements und es ist wirklich schön, einen Garten zu haben und am Pool zu sein. Manchmal fühlt es sich wie Urlaub an“, schwärmt Diane Kruger.

Nur mit einer Sache kann sich die Darstellerin in der Stadt der Engel nicht anfreunden. Dass beim Dreh von Serien wie „The Bridge“ bei jeder Folge der Regisseur wechselt: „Wo ich herkomme, […] ist der Regisseur ein Gott und was er sagt, gilt. Wenn es aber jede Woche ein Neuer ist, dann kennen sie meinen Charakter nicht so gut wie ich, weil sie nicht viel damit zu tun hatten. Sie kommen für sieben Tage und du musst dich an die verschiedenen Personen gewöhnen und dann wissen sie nicht was du in Folge zwei gemacht hast, denn sie drehen Folge sieben.“


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