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Der britische Thronfolger wird 30
Happy Birthday, Prinz William!

Prinz William eine Stilikone? Diesen Job überlässt er lieber seiner Gattin Kate Middleton (30) oder seinem Bruder Harry (27), die regelmäßig in Best-Dressed-Listen auftauchen. „Wills“ Talente liegen anderswo: Pflichtbewusstsein und Disziplin hat er von seiner Großmutter, Queen Elizabeth II (86), geerbt, das Talent, warmherzig auf Menschen zuzugehen von seiner Mutter Diana (†36). Trotzdem, modische Fehltritte sucht man in Williams Biografie vergeblich. Stattdessen gibt er den nonchalanten britischen Gentleman. Zum 30. Geburtstag blickt STYLEBOOK zurück auf 30 Jahre William-Stil.

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    Familienfoto 1986: Diana mit dem damals vierjährigen William auf dem Arm, Prinz Charles trägt den zwei Jahre jüngeren Harry



Die Diana Jahre
Am 21. Juni 1982 wurde William Arthur Philip Louis Mountbatten-Windsor im St. Marys’s Hospital in London geboren. Seine Mutter, Prinzessin Diana (†36), war zu diesem Zeitpunkt bereits ein Medienstar. Schon die Ankündigung, dass ein kleiner Prinz unterwegs ist, löste eine Presse-Hysterie in Großbritannien aus.

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Diana gab später bekannt, sie habe das Gefühl gehabt, ganz England liege mit ihr in den Wehen. Früh wurde William, als zweiter Mann in der Thronfolge, zu  Pflicht und Gehorsam erzogen. So sieht man schon den jungen William im edlen Zwirn und britischen Country-Stil gekleidet, auf offiziellen Fotos mit seinem zwei Jahre jüngeren Bruder Harry oft im süßen Partnerlook.

Die Lehrjahre
1987 wurde William auf der Wetherby-Schule in Notting Hill eingeschult. Damit war er der erste Royal, der eine öffentliche Schule besuchte. Seine Mutter hatte dies im Palast durchgesetzt. Von da an war Schuluniform Pflicht: Graue Shorts und Blazer, weißes Hemd, rote Krawatte und Schirmmütze. Auch am strengen Eton-College, an welchem der Prinz 2000 seinen Schulabschluss machte, herrschte Uniform-Zwang. Vor dem Studium der Kunstgeschichte und Geografie an der St. Andrews Universität in Schottland arbeitete er ein Jahr in Südamerika und Afrika an sozialen Projekten. Während seiner Studienzeit avancierte William mit seinem Streberlook – Chino, Pulli, Polokragen (noch heute zählen Ralph Lauren und Tommy Hilfiger zu Williams Lieblingsmarken) – sowie mit seiner Ausstrahlung – blonde Haare, blau stechende Augen und ein Lächeln, mit dem schon seine Mutter die ganze Welt verzauberte – zum endgültigen Frauenschwarm. Eine war davon ganz besonders beeindruckt: Kate Middleton.

Die Kate Jahre
William und Kate lernten sich 2001 in St. Andrews kennen, seit 2002 sind sie ein Paar, 2011 gab es die Märchenhochzeit in London. Damit besiegelten sie ihre Liebe und schoben sich vollends in den Fokus der Öffentlichkeit. Zur Trauung in der Westminster Abbey trug der Prinz die rote Uniform der Irish Guards. Neben seinen Militäruniformen zeigt sich der Duke of Cambridge, so Williams offizieller Titel, jetzt zu offiziellen Anlässen ganz staatsmännisch in Frack und Zylinger von Hofschneider Anderson and Shepherd oder mit Schirm, Charme und Melone. Privat tauscht er diese am liebsten gegen seine beliebte Chino/Jeans-Hemd-Kombi oder Hunter-Boots und Wachsjacke, dem klassisch englischen Country-Style.
 
Eins ist klar: Die Rolle des modischen Vorbildes, wie einst beispielsweise Edward VIII., übernimmt William wohl nicht mehr, schon gar nicht mit Kate an seiner Seite. Aber immerhin bescheinigen wir ihm in seiner Rolle als Thronfolger einen angemessenen Kleidungsstil. Der sogar als Vorbild der britischen Armee dient. So habe ein Oberst den Nachwuchsoffizieren in einem Leitfaden für angemessene Bekleidungen bei Auftritten in Zivil empfohlen: Im Zweifel folge man dem Vorbild von Prinz William und seinem jüngeren Buder Prinz Harry. Die Enkel der Queen, so Oberst Barry Jenkins von der Königlichen Artillerie, setzen die Standards, die jeder junge Mann bedenkenlos kopieren kann. In diesem Sinne, lieber William, alles Gute!

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