Die Mauer muss bleiben
David Hasselhoff demonstriert in Berlin

Einst sang er mit „Looking für Freedom“ den Hit zum Mauerfall – jetzt will David Hasselhoff (60) allerdings, dass das Stück Berliner Rest-Beton für immer stehen bleibt. Gemeinsam mit mehreren Mauer-Fans demonstrierte „The Hoff“ in der Hauptstadt für ein Stück Erinnerungskultur und die berühmte „East Side Gallery".

Tausende Demonstranten strömten am Sonntag zur „East Side Gallery“, einem 22 Meter langen und von berühmten Künstlern bemalten, erhaltenen Stück Berliner Mauer. Mittendrin stand plötzlich auch David Hasselhoff, der sich mit den Demonstrierenden solidarisch zeigte. „Dieses letzte Stück Mauer sollte wirklich unantastbar sein“, sprach „The Hoff" bei einer Pressekonferenz des Bündnisses „East Side Gallery retten“.

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Was den „Baywatch“-Star und seine Mitstreiter so erzürnt? Ein großes Stück aus der noch erhaltenen Berliner Mauer soll herausgetrennt werden, um Platz für einen Brückenzugang zu schaffen. Während sich in einem Bürgerentscheid die Mehrheit der Bevölkerung für diesen Plan aussprach, sind einige ganz und gar nicht begeistert von der Abriss-Idee. Allen voran David Hasselhoff.

„Es ist wichtig, dass wir diese Erinnerung bewahren“, so der „Knight Rider“-Star weiter. Im Gespräch mit „Bild.de“ untermauerte der Schauspieler sein Anliegen konkreter: „Freiheit ist auch ein bisschen wie eine rote Rettungsboje. Wenn Du ein Loch reinbohrst, geht sie unter. Die East Side Gallery ist ein Stück Weltgeschichte. Sie steht für Freiheit. Da darfst du auch nicht einfach ein Loch reinbohren.“

Im Jahr 1989, als die Grenzen fielen und die DDR endlich auch zu Westdeutschland gehörte, schmetterte David Hasselhoff den Song „Looking for Freedom“ vor der Berliner Mauer – wochenlang hielt er sich damit in den Charts. Seitdem hält sich der Lockenkopf für die personifizierte „Wende“.

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