Ein Leben in Frisuren: David Bowie mit 69 Jahren gestorben

Musikikone mit 69 Jahren gestorben
David Bowie – ein Leben in Frisuren

David Bowie ist tot! Laut einem Sprecher erlag der Musiker einem Krebsleiden. Erschöpfend erklären kann man sein Phänomen nicht, erst recht nicht in ein paar Zeilen. Eine Hommage an eine Stilikone.

David Bowie. Punkt. Mehr muss man eigentlich nicht sagen. Jeder hat ein Bild des Ausnahmekünstlers vor Augen und doch wird jedes anders aussehen, so viele Rollen hat er gespielt, so viele unterschiedliche Eindrücke hinterlassen, musikalisch wie optisch.

  • David Bowie

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    Foto: dpa Picture-Alliance

    David Bowie – ein Künstlerleben in 26 Frisuren

    David Bowie ist tot! Nicht nur seine Musik begeisterte ein Massenpublikum, sondern vor allem seine optische Erscheinung

Bowie erliegt Krebsleiden

Jetzt ist David Bowie im Alter von 69 Jahren an Krebs gestorben, hieß es auf seinen offiziellen Seiten in den sozialen Netzwerken Twitter und Facebook. Der Musiker sei „nach einem mutigen 18-monatigen Kampf gegen den Krebs im Kreis seiner Familie friedlich verstorben“. Erst am Freitag hatte er pünktlich zu seinem 69. Geburtstag sein 25. Album namens „Blackstar“ veröffentlicht.

Die männliche Madonna

Als der Außerirdische Ziggy Sturdust wurde David Bowie in den Siebzigern zur androgynen Kunstfigur und Ikone des Glam-Rocks. Er spielte öffentlich mit Homosexualität und Travestie und half damit, die sexuelle Uneindeutigkeit im Mainstream salonfähig zu machen.

Der Verwandlungskünstler mit den zwei verschiedenen Augenfarben erfand sich stets neu, bediente sich der japanischen Pantomime oder Science Fiction-Elementen. Drei mal dürfen Sie raten, von wem sich Madonna zeitlebens und ihre mit jedem Album produzierte neue Identität inspirieren ließ: David Bowie. Am Montag schrieb Madonna auf ihrer Facebook-Seite: „David Bowie hat mein Leben nachhaltig geprägt ... Ich war stets inspiriert wie er mit den Geschlechtern spielte und verwirrte.“

David Bowies Mode-Highlights

Bowie das Chamäleon. Auch wegen seiner ständig wechselnden Frisuren. Kurz, lang, gescheitelt, toupiert, rot oder blond gefärbt – David Bowie ist ein wandelndes Frisurenlexikon. Wohl deshalb inspiriert er wie kaum ein anderer die Mode und Künstlerkollegen noch immer. Nur, dass eine Lady Gaga oder Miley Cyrus ein Produkt von Marketing und Stylisten sind. Bowie hatte seine Kunstfigur selbst gebastelt.

Inspiration für Designer

Einmal sagte Bowie, ihm sei alles Recht, was ordentlich Chaos stiftet. Das gilt vor allem für seine äußere Erscheinung. Mit seinen Kostümen wechselte David Bowie stets von einem Universum ins nächste.

Selbst die Pariser Modemacher wie der große Yves Saint Laurent ließen sich von Bowies Stil inspirieren. Plateausohlen in den 70ern, die schulterbetonende Mode der 80er, der Einfluss japanischer Designer wie Rei Kawakubo oder Yohji Yamamoto in Europa – Bowie trug das zuerst auf der Bühne. Die Designer mussten das nur noch für den Laufsteg und die Konsumenten übersetzen.

  • Jean Paul Gaultier Spring 2013

    Foto: getty images

    Für seine Sommerkollektion 2013 ließ sich Designer Jean Paul Gaultier von David Bowie und seiner Ziggy-Stardust-Figur inspirieren

David Bowie privat

Er brachte experimentelle bis poppige, punkige, rockige und romantische Musik zu Tage. Aber auch als Produzent, zum Beispiel für Lou Reed („Walk on the Wild Side“) und Iggy Pop („Lust for Life“) oder als Schauspieler, etwa an der Seite von Marlene Dietrich, hatte Bowie Erfolg.

Seit 1992 ist er mit dem Topmodel Iman verheiratet, mit der Bowie eine 15-jährige Tochter hat. Aus seiner ersten Ehe mit Angela Barnett stammt Sohn Duncan (44). Sein eigenes Talent stellte Bowie immer wieder in Frage und hat den Hype um seine Person nie so ganz verstanden. Wir schon! „There’s a starman waiting in the sky“!

  • David Bowie, Iman

    Foto: getty images

    David Bowie mit Ehefrau Iman im Jahr 2003

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