Als Sängerin ein Flop, als Geschäftsfrau top
von Laura Pomer
Das Milliarden-Dollar-Imperium von Jessica Simpson

Hierzulande ist Jessica Simpson (35) als Sängerin und Schauspielerin bekannt, dabei ist sie mit einem dritten beruflichen Standbein viel erfolgreicher: ihrer eigenen Modemarke. STYLEBOOK.de verrät, was Simpson als Designerin drauf hat und was das in Zahlen bedeutet.

Fällt Ihnen spontan ein Song von Jessica Simpson ein? Oder ist Ihnen, abgesehen von der Autowaschszene in der Komödie „Ein Duke kommt selten allein“ (2005), eine schauspielerische Höchstleistung der Texanerin bekannt? Nein? Uns auch nicht! Ihr Talent liegt also weder im Gesang noch beim Film. Und trotzdem klingelt bei ihr die Kasse.

Ihre eigene Marke bricht Rekorde
Mal eine Schmuck- oder Modelinie auf den Markt zu bringen, ist unter Promi-Damen ja nichts Ungewöhnliches mehr. Simpson jedoch betreibt das mit dem Design seit inzwischen zehn Jahren extrem ernsthaft. „Mein Business ist das Herz meiner Persönlichkeit,“ schwärmte sie im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin „Forbes“, das sie zu den Power-Frauen des vergangenen Jahres erklärte. Der Grund: Mit ihrem gleichnamigen Unternehmen machte Jessica Simpson zwischen 2014 und 2015 eine Milliarde Dollar Umsatz. Wie kann es sein, dass wir davon nichts mitbekommen haben?

  • Jessica Simpson

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    Foto: Getty Images

    Als Sängerin und im Film-Biz konnte Jessica Simpson bislang keinen Blumentopf gewinnen. Mit ihrer eigenen Marke ist sie dafür umso erfolgreicher

Das Geheimnis ihres Erfolgs
Doch genau das erklärt in gewisser Weise auch Simpsons Erfolg. Schließlich hat ihr Schaffen mit dem, was auf dem Laufsteg oder in Hochglanzblättern wie „Vogue“ gezeigt wird, bewusst nichts zu tun. Die Blondine hat sich auf tragbare Wohlfühl-Mode für die „normale Frau“ spezialisiert: einen bodenständigen Typus fernab der Style-Metropolen Los Angeles und New York, nach Inspiration braucht sie dafür nicht lange zu suchen. „Ich überlege mir, was meine Omi gerne tragen oder worin meine Tochter Maxwell süß aussehen würde,“ verrät sie „Forbes“.

Die erste „The Jessica Simpson Collection“, eine reine Modekollektion, kam bereits sehr gut an. Die Designerin, und nicht zuletzt Expertin in Sachen Figurschwankungen, überraschte das nicht: „Ich habe bereits jede Kleidergröße getragen, die es gibt und weiß genau, wie sie eingekleidet wird.“ Mit der Zeit hat sie ihr Sortiment sukzessive erweitert – um Swim- und Sportswear, Schuhe, Kindermode, Accessoires, Parfüms und vieles mehr. Heute verkauft sie 30 Produktkategorien im mittleren Preissegment vorzugsweise dort, wo ihre Zielgruppe einkauft: im Teleshop.

Das ist noch nicht alles!
Einen Teil ihres Unternehmens hat Simpson an die „Sequential Brands Group“ verkauft, die ihre Produkte künftig auch im Ausland und über das Internet vertreiben wird. „Durch die Zusammenarbeit mit dem Management-Team und unseren anderen Einzelhändlern und Geschäftspartnern sind unserem Erfolg keine Grenzen mehr gesetzt“, verkündet sie in einem offiziellen Statement. „Auf die nächste Milliarde!“

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