Comeback der 60ies-Kult-Band
Die Beach Boys sind jetzt Silver Surfer

Ohrwürmer wie „Good Vibrations“, „Surfin' USA“ und „Kokomo“ machten die Beach Boys zu einer der erfolgreichsten Bands der Welt. Pünktlich zum 50-jährigen Bandjubiläum gehen sie als „Oldie-Band“ wieder gemeinsam auf Tour. Doch statt der braungebrannten Hippie-Playboys von früher stehen mittlerweile grauhaarige Opas auf der Bühne.

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    Foto: dpa Picture Alliance

    Von links: Al Jardine, Bruce Johnston, Mike Love, Brian Wilson und David Marks aka The Beach Boys sind 50 Jahre nach der Band-Gründung auf die Bühne zurück gekehrt. Am Dienstag sangen sie beim Baseball-Spiel der L.A. Dodgers die Nationalhymne

Die Beach Boys lieferten den Soundtrack Südkaliforniens, die Musik der Surfer vom Malibu Beach. Im heimischen Radio brachten sie uns mit ihrem lässigen Pop und den eingängigen Harmonien weißen Sand, Palmen und Postkarten-Sonnenaufgänge ins Wohnzimmer.

Vor 50 Jahren gründeten die drei Brüder Brian (69), Dennis (†39) und Carl Wilson (†51) gemeinsam mit ihrem Cousin Mike Love (71) sowie dem befreundeten Alan Jardine (69) in Kalifornien die Band. Noch heute sind sie Kult.

Allerdings war die Karriere der Beach Boys nicht immer eitel Sonnenschein, sondern hatte auch ihre Schattenseiten: Brian Wilson feierte sein Popstar-Dasein als ewige Strandparty, kämpfte in den 70er-Jahren mit Drogenproblemen. Dennis Wilson, der übrigens als einziges Bandmitglied tatsächlich ein begeisterter Surfer war und sich angeblich ständig im Wodka-Delirium befand, ertrank 1983 vor der Küste von Los Angeles. 15 Jahre später verlor Brian auch seinen zweiten Bruder Carl Wilson: Er erlag einem Krebsleiden. Dies war das vorläufige Ende der Beach Boys. 

Jetzt, pünktlich zum 50-jährigen Bühnenjubiläum gehen die drei noch lebenden Gründungsmitglieder Brian Wilson, Mike Love und Al Jardine wieder gemeinsam auf Tour. Verstärkt werden sie von Bruce Johnston (69) und David Marks (63), die bereits in den 60er-Jahren die Band begleiteten. Beim Baseball-Spiel der L.A. Dodgers sangen die Silver Surfer (so nennt man ältere Menschen ab dem 50. Lebensalter) am vergangenen Dienstag die Nationalhymne der Vereinigten Staaten. Bereits bei der diesjährigen Grammy-Award-Verleihung im Februar traten sie gemeinsam mit der Band Foster the People auf und performten den Beach-Boy-Hit „Wouldn't It Be Nice“. 

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Außerdem will der Regisseur Michael Sucsy (39, „Für immer Liebe“) die Geschichte der Beach Boys als Kino-Musical verfilmen. Es soll die Songs der legendären California-Band in eine Story mit fiktiven Charakteren packen. Ob der Film ein Hit wird, bleibt abzuwarten. Für „Good Vibrations“ wird er mit Sicherheit sorgen.

Deutsche Fans der Kultband können sich freuen, die Beach Boys machen auch in Deutschland Station: am 3. August in Berlin und am 4. August in Stuttgart.

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