Preußen-Adel vs. Hollywood
Welche Hochzeit hat den höheren Romantik-Faktor?

Letzten Samstag war Promi-Hochzeitstag! Am 27. August 2011 läuteten die Kirchenglocken zu den Eheversprechen von zwei VIPaaren: Georg Friedrich Prinz von Preußen (35) heiratete seine Sophie Prinzessin von Isenburg (33) in Potsdam. Und Erfolgsregisseurin Sofia Coppola (40) gab ihrem Langzeit-Lebensgefährten Thomas Mars (34) in Italien ihr Ja-Wort. Bei wem war's glamouröser? STYLEBOOK macht den Check!

  • Foto: ddp images

    Georg Friedrich Prinz von Preußen und Sophie Prinzessin von Isenburg

    Preußische Hochzeit des Adelspaares in Potsdam

Das Paar:
Eine echte Sandkastenliebe. Die Beiden kennen sich schon seit 30 Jahren und sind seit sechs Jahren ein Paar. Prinz Georg Friedrich ist der Ururenkel des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. und wäre heute – wenn es noch eine Monarchie gäbe – unser Kaiser.

Das Kleid:

Eine Anfertigung von Top-Designer Wolfgang Joop. 60 Meter Stoff wurden in fünf Monaten und 20 Anproben zu einem Traum in Weiß verarbeitet. Genauer gesagt, hat es drei Weiß-Töne in Anlehnung an ihren Schleier und besteht aus Seidentaft aus Como, Seidentüll aus Frankreich, der Mantel aus Seidenorganza aus Italien.

Die Trauung
:
Kirchlich-Ökumenisch. Die Braut ist katholisch, der Bräutigam evangelisch. Pfarrer Michael Wohlrab von der Kaiserin Auguste Victoria-Stiftung auf dem Ölberg in Jerusalem und Gregor Graf Henckel-Donnersmarck, Alt-Abt des Zisterzienserklosters Heiligenkreuz bei Wien und Onkel von Filmregisseur Florian Henckel von Donnersmarck leiteten die Zeremonie. Sophie wischte sich gleich zu Beginn ein Tränchen aus ihrem Augenwinkel, auch Georg Friedrich konnte man die Aufregung anmerken. Da half nur: Händchen halten.

Die Gäste:

750 Freunde und Familienmitglieder kamen zur Trauung. Natürlich muss ein Kaiser auch Personen aus diplomatischen Gründen einladen. Doch man merkte ganz schnell: Es gab kaum einen Gast, zu dem die Beiden nicht ganz persönliche Verbindungen hatten.

Die Location:

So familien- und traditionsverbunden wie bei der Coppola-Hochzeit. Auch wenn fast alle preußischen Schlösser heute zur Stiftung Preußische Schlösser und Gärten gehören – sie gehören doch genauso gut zu Prinz Georgs Herkunft. Alles fand im Schlosspark Sanssouci statt: Die Trauung in der Friedenskirche, der Empfang danach in den Neuen Kammern des Schlosses, die Feier in der Neuen Orangerie. 

Die Feier:

Wer sich jetzt eine Prinzen-Hochzeitsfeier recht spießig vorstellt, ist bei diesem Paar fehl am Platz! Die Männer trugen Frack und die Frauen ein langes Abendkleid – doch nach dem Hochzeitswalzer spielte erst Max Raabe mit seinem Palastorchester, danach legten zwei DJs auf. Prinz Georg ist übrigens großer Techno-Fan…

  • Foto: SIPA

    Sofia Coppola und Thomas Mars

    Italienische Hochzeit der Regisseurin und des Phoenix-Frontmanns in Bernalda, Süditalien

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Das Paar:
Die Beiden kennen sich schon seit Jahren und haben zusammen die Töchter Romy (4) und Cosima (1). Auch wenn Kinder eine viel größere Bindung sind und es für Sofia schon das zweite Ja-Wort ist – die Beiden wollten nach Jahren der wilden Ehe doch noch den Ehe-Hafen anschippern. Sehr romantisch!

Das Kleid:

Kein weiß! Es war schließlich ihre zweite Trauung und Sophia wollte elegant und trotzdem etwas Besonderes: Also trug sie eine fliederfarbene Kreation von Azzedine Alaïa und ein Bouquet aus orange-weißen Rosen, der Bräutigam trug klassisches Dunkelblau.

Die Trauung:

Standesamtlich. Vater Francis Ford Coppola (72, „Der Pate“) führte seine Tochter in die Arme ihres Bräutigams. Die Trauung vollzog Leonardo Chiruzzi, Bürgermeister des italienischen Städtchens Bernalda. „Es war eine einfache und ruhige Zeremonie im Garten“, erzählte er hinterher.

Die Gäste:

Handverlesen! Kein Auflauf der Hollywoodstars, nur 80 enge Freunde, unter anderem feierten Johnny Depp und Georg Lucas mit dem Paar. Sehr sympathisch. 

Die Location:

Die Trauung der Regisseurin fand im Palazzo Margherita statt, einem alten Anwesen, das die Coppolas erworben hatten, um es zu einem Hotelresort umzubauen. Es liegt in der italienischen Stadt Bernalda, aus der ihr Urgroßvater einst nach Amerika emigriert war.

Die Feier:
Die Hochzeitsgäste genossen italienisches Flair bis weit in die Nacht. Es gab jede Menge süditalienische Spezialitäten. Zu Käse, Fisch, Pasta und Salaten wurde Wein vom Anwesen der Coppola-Familie gereicht. Zum Nachtisch gab es eine zwölf Kilogramm schwere amerikanische Hochzeitstorte – mit viel Zuckerguss und Chantilly-Creme.

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