Charity mal anders
von Jeannette Petersmann
So können Sie shoppen und gleichzeitig Gutes tun

Haben Sie ein schlechtes Gewissen, weil Sie diesen Monat schon des Öfteren Ihre Kreditkarte gezückt haben, um Ihre Herbstgarderobe zu shoppen? Wie wäre es beim nächsten Einkauf damit, gleichzeitig etwas Gutes für Ihre Mitmenschen oder die Umwelt zu tun? Wir erklären, wie einfach das geht.

Hand auf's Herz: Jede Fashionista kauft gerne mal ein bisschen zuviel ein, seien es die neuen Herbstrends, ein weiteres Paar Schuhe oder Kosmetikartikel, obwohl der Beauty-Schrank bereits überquillt. Doch so richtig verzichten können oder wollen wir nicht. Müssen wir auch nicht! Denn immer öfter gibt es die Gelegenheit, einzukaufen UND Gutes zu tun. Charity-Shopping oder Fair Trade-Produkte machen genau das möglich.

  • Paris Hilton beim Shopping

    Foto: Getty Images

    Nicht mal Paris Hilton (35) gibt sich heute nur mehr dem Shopping-Wahn hin. Sie unterstützt inzwischen mehrere Charity-Aktionen

Mit diesen Projekten shoppen Sie für einen guten Zweck:

1. Smileshopping
Das Prinzip der Seite „Smileshopping.de“ ist so simpel wie effektiv. Mit jeder Online-Bestellung geht ein gewisser Prozentsatz als Spende an eine Charity-Organisation, die Sie vorher selbst auswählen können, wie z.B. die Hamburger Tafel oder die Michael-Stich-Stiftung für HIV kranke Kinder. Das Gute: Es kostet Sie keinen Cent mehr als eine normale Bestellung, Konditionen und Preise sind gleich. Und, hier können Sie nicht nur Mode shoppen, sondern alles, was Sie für den Alltag brauchen, von Büroartikeln bis zum Ikea-Regal. Angebunden sind z.B. Shops wie Galeria Kaufhof, Peek & Cloppenburg, Palmers, Wolford, Flaconi oder Deichmann, aber auch Ikea, Butlers oder Reisebüros wie Neckermann. „Die Idee dazu war, dass Sie für Spenden sonst immer extra Geld ausgeben müssen. Hier kostet Sie das nicht mehr, als Sie sowieso ausgegeben hätten für etwas, was Sie auch wirklich brauchen”, erklärt Smileshopping-Gründerin Julia Bauer. Prominente Unterstützerin des Projekts ist z.B. Model Fiona Erdmann (27).

  • Julia Bauer

    Foto: Julia Bauer

    Eventmanagerin Julia Bauer ist seit Jahren ehrenamtlich für Charity-Organisationen tätig. Mit Smileshopping gründete die eine Plattform, die es möglich macht, mit einem Klick unkompliziert zu spenden

2. Jeans for Refugees
Brauchen Sie eine neue Jeans? Wie wäre es mit einem Second-Hand-Modell eines Prominenten? 100 deutsche und internationale Promis haben eine Jeans aus ihrem Kleiderschrank gespendet, damit sie von Künstler Johny Dar handbemalt und dann versteigert werden können. Auf der Homepage des Online-Auktionshauses „Catawiki“ können die Teile von Stars wie Ryan Gosling (35), Bella Hadid (19), oder Kate Moss (42) ergattert werden. Der Erlös fließt in die Hilfe von Flüchtlingen weltweit. Aber auch deutsche Stars wie Iris Berben (66), Daniel Brühl (38) und Claudia Schiffer (46) unterstützden das Projekt mit ihren ausrangierten Denims. Bei der Gestaltung der Modelle ließ sich Dar von den Spendern inspirieren. So erinnert die Bemalung von Daniel Radcliffes (27) Jeans etwa an Harry Potters Narbe.

  • Ryan Gosling

    1/6

    Foto: http://plaspix-360grad.de/

    Ryan Goslings Hose in den Händen halten? Wer träumt nicht davon


3. Causa Clothing
Bei „Causa Clothing“ handelt es sich um ein Berliner Start-up, das T-Shirts für den guten Zweck verkauft. Internationale Straßenkünstler designen eine große Auswahl an Shirts, deren Gewinn an verschiedene Herzensangelegenheiten geht. Jedes Oberteil besitzt einen QR-Code, der den Künstler, das unterstützte Projekt und noch weitere Spendeninfos preisgibt. Die aus 100 Prozent Bio-Baumwolle gefertigten Stücke besitzen das Fair Wear-, Confidence in Textile- und das Organic Blended Content Standard-Siegel und unterstützen unter anderem die Foundation von Leonardo DiCaprio (41), die sich für die Erhaltung von wilden Tieren und unberührtem Lebensraum einsetzt.


4. Like a Kloss
Supermodel Karlie Kloss (24) hat gleich zwei neue Titel bei der amerikanischen Modekette „Express“ bekommen. Sie ist kreative Beraterin und Markenbotschafterin und startet ihre Karriere mit dem Verkauf ihres eigenen T-Shirts. Ein Teil des Erlöses fließt in das ebenfalls von ihr ins Leben gerufene Projekt „Kode with Klossy“. Dieses finanziert hauptsächlich Sommercamps, in denen Mädchen zwischen 13 und 18 Jahren Kenntnisse in verschiedenen Programmiersprachen erwerben können, um sich später am Arbeitsmarkt besser behaupten zu können.

Like my limited edition tee? You've got a chance to win one. Check @express to find out how 💓

Ein von Karlie Kloss (@karliekloss) gepostetes Foto am

What's inside? Check Klossy on Thursday to find out!#kodewithklossy

Ein von Karlie Kloss (@karliekloss) gepostetes Video am


5. Greenality
Das Unternehmen „Greenality“ verkauft ausschließlich Kleidung aus Bio-Baumwolle, die ohne Gentechnik und chemische Düngung auskommt. Die in Indien produzierten Shirts, Kleider und Schuhe haben das Fairtrade- und GOTS-Siegel. Diese sichern unter anderem eine faire Bezahlung, feste Arbeitszeiten, hygienische Arbeitsbedingungen und verbieten Kinderarbeit. „Greenality“ bietet neben ihren eigenen Produkten auch eine Reihe an nachhaltigen Labels an, die ebenfalls fair produzieren und dabei noch verschiedene Projekte unterstützen. So werden Teile vom Partner „Lovjoi“ zum Beispiel von Flüchtlingen gefertigt. Solches Engagement zieht schnell ihre Kreise, die vegane Schuh-Marke „Veja“ ist in der Modehauptstadt Paris das neue Lieblings-Label vieler Fashionistas. Merchandise-Partner wie die Band Jennifer Rostock, Jupiter Jones oder DJ Paul van Dyk (44) kann „Greenality“ ebenfalls zu ihren Unterstützern zählen.




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