Nackte waren gestern
Playboy zeigt erstmals Muslima mit Kopftuch

Eigentlich bekannt für ihre hotten „Bunnys“ lichtete das „Playboy“-Magazin nun die junge US-Journalistin Noor Tagouri (22) mit Kopftuch ab. Die Reaktionen darauf sind jedoch nicht nur positiv.

Der von Hugh Hefner (90) gegründete „Playboy“ war einst DAS pornografische Heftchen in der Magazinlandschaft. Anfang des Jahres dann die Überraschung: Die US-Ausgabe verabschiedete sich von ihren sexy Nacktbildern. Jetzt wurde die muslimische Journalistin Noor Tagouri für eine aktuelle Sonderausgabe nicht nur angezogen, sondern sogar mit Kopftuch für das Herrenmagazin abgelichtet.

  • Noor Tagouri Playboy

    Foto: Kate Warren / Playboy

    Die neue Textiloffensive im Playboy: Die Journalistin Noor Tagouri ist die erste Muslima, die im „Playboy“ mit Kopftuch posiert

Für die Serie „Renegades 2016“ arbeitete der „Playboy“ mit Menschen zusammen, die in ihrem Leben viel riskiert haben, um sich ihre Träume und Visionen zu erfüllen. Darunter auch Tagouri, die sich schon länger für die Rechte muslimischer Frauen einsetzt.

Erste Nachrichtensprecherin mit Hidschab
Auf den „Playboy“-Bildern wurde die junge US-Amerikanerin mit Lederjacke, Jeans, Sneakern und Kopftuch fotografiert. Im Interview mit dem Magazin verriet die Muslima mit libyschen Wurzeln, dass sie gerne die erste Nachrichtensprecherin der USA mit Hidschab werden möchte.

  • Noor Tagouri

    Foto: Getty Images

    Schon 2012 sorgte Noor Tagouri, die einen Abschluss an der Universität von Maryland absolvierte, mit einem Post als erste Nachrichtensprecherin beim Sender „ABC 7“ mit Kopftuch für Furore

Die Reaktionen auf ihren Magazin-Auftritt waren gemischt. „Sie erschüttert die Welt mit ihrem Charisma und bleibt weiterhin bodenständig“, lobt sie eine Twitter-Userin. Die Bloggerin Nishaat Ismail kritisierte Tagouri hingegen für ihre Entscheidung. Sie habe sich mit einem Unternehmen zusammengetan, das auf der „Vergegenständlichung von Frauen“ gründe.

Auch wenn Fans der Muslima und Teile der Öffentlichkeit die Zusammenarbeit mit dem „Playboy“ kritisieren, ist sich das Magazin ganz sicher, dass diese Ausagbe besonders wichtig sei. heißt es in einer offiziellen Verlags-Mitteilung.

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