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Mitarbeiter gefeuert
Frau mit Kopftuch aus Zara-Filiale geschmissen

Nachdem am vergangenen Samstag, einen Tag nach der verheerenden Anschlagsserie in Paris, einer Frau mit Hijab der Zutritt in einer Zara-Filiale verweigert wurde, mussten auch zwei andere gehen: die verantwortlichen Mitarbeiter.

Die islamistischen Anschläge vom vergangenen Freitag haben die Pariser Bevölkerung erschüttert. Mancher hier, wie etwa der (Ex-)Wachmann einer Zara-Filiale, scheint den Terror seither in jeder muslimischen Person zu sehen – so auch in einer Frau, die mit Hijab den Laden betreten wollte. Weil sie seiner Aufforderung nicht nachkam, die Kopfbedeckung abzunehmen, verweigerte er ihr den Zutritt.

Hier das Video der Situation:

Shitstorm im Netz
Bereits am Samstag hatte sie den Mitschnitt ihrer Handykamera ins Netz gestellt, der in der Internetgemeinde für Empörungsstürme und Boykottaufrufe sorgte. Inzwischen hatte er auch weitere Konsequenzen.

  • Zara-Filiale Paris

    Foto: Getty Images

    Vor dem Eingang dieser Pariser Zara-Filiale hat sich der Vorfall ereignet

Zara hat zwei Mitarbeiter entlassen
Am Dienstag, zwei Tage nach dem Skandal, äußerte sich Zaras Frankreich-Chef Jean-Jacques Salaün gegenüber dem französischen Sender France 24 zu dem rufschädigenden Vorfall. „Derartige Anweisungen hat es nie gegeben“, versichert Salaün. Und da ein solches Verhalten bei Zara „nichts zu suchen“ habe, trennte sich das Modeunternehmen nun sowohl vom Sicherheitsmann wie auch vom Manager der besagten Filiale.

Mehrere Versuche, die Wogen zu glätten
Diese war die zweite Maßnahme, nach einer öffentlichen Stellungnahme von Samstag. Darin erklärte die Firmenleitung den „Respekt für Vielfalt“ als einen wesentlichen Eckpfeiler des Unternehmens, für das immerhin 140.000 Zara-Mitarbeiter auf der ganzen Welt tätig seien.

Das Tragen von Burkas und Kopfbedeckungen, die das gesamte Gesicht verhüllen, ist in Frankreich verboten. Hijabs hingegen bedecken nur die Haare und sind entsprechend erlaubt.

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