Fashion-Newcomer
Erste Designerin mit Down-Syndrom erobert die Modewelt

Isabella Springmühl (19) aus Guatemala hat es geschafft: Als erste Modedesignerin mit Down-Syndrom präsentierte sie auf der diesjährigen Londoner Fashion Week ihre Entwürfe. Doch der Weg dahin war alles andere als leicht.

Mode und Down-Syndrom passt das zusammen? Ja, wenn es nach Isabella Springmühl geht. Die junge Frau mit Trisomie 21 kämpft allen Widerständen zum Trotz für ihren Traum von einer Designerkarriere – und setzt sich durch. Jetzt bricht sie mit ihren Entwürfen eingefahrene Stereotypen im Modebusiness auf.

  • Isabella Springmühl

    Foto: Facebook/downtoxjabelle

    Ihre Großmutter inspirierte Isabella Springmühl dazu, Fuß in der Modewelt zu fassen

Früh übt sich
Seit sie sechs Jahre alt war, hatte Isabella Springmühl einen Traum: Sie wollte Mode entwerfen. Zunächst kleidete sie allerdings nur ihre Puppen ein. Nach ihrem Schulabschluss bewarb sie sich an zwei Universitäten, um Modedesign zu studieren – und wurde nicht angenommen. „Ich wurde aufgrund meines Zustandes abgelehnt“, schreibt sie auf ihrer Website „Downtoxjabelle.com“. Kein Grund sich entmutigen zu lassen fand Isabella. Langsam baute sie ein beeindruckendes Portfolio auf und schließlich wurde die Modewelt auf ihr Talent aufmerksam. Höhepunkt ihrer Anstrengungen war das Debüt auf der diesjährigen Londoner Fashion Week.

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Ein von Down to Xjabelle (@down2xjabelle) gepostetes Foto am

Ein Erfolg, der nicht von ungefähr kommt, denn die Kleider von Isabella Springmühl haben alle etwas ganz besonders. Zum einen sind darin deutlich die Einflüsse ihrer Heimat Guatemala zu erkennen: Farbenfrohe Muster und traditionelle Stoffe vereinen sich mit modernen Anklängen. Zum anderen sind die Entwürfe an Kunden mit Down-Syndrom ausgerichtet.

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Designerin mit Kampfgeist
„Ein Traum von mir war es, in der Lage zu sein, schöne und modische Kleider für Jugendliche und Erwachsene mit Down-Syndrom zu entwerfen. Aufgrund unserer physikalischen Charakteristika haben wir manchmal Probleme damit, schöne Kleidungsstücke zu finden, die uns gut stehen“, erklärt Isabella Springmühl auf ihrer Website. Das war, so schreibt sie weiter, die Hauptinspiration für ihre Marke „Down to Xjabelle“. Daneben enthält ihre Kollektion auch noch Taschen.

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Positiv und optimistisch sieht Isabella Springmühl ihrer Zukunft und Karriere im Fashiondesign entgegen. Auf ihrer Website schreibt sie: „Ich glaube daran, dass wir gemeinsam eine bessere Welt stricken können.“

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